Poesie im Alltäglichen Schöne Schande
Die Fotografin Sonja Mueller hat einen genauen und poetischen Blick für die Welt, die sie umgibt. Wir haben sie gebeten, mit der Kamera durch die Straßen der Hauptstadt zu ziehen und auf Berlin und seinen Müll zu schauen.
Der Blick der Fotografin Sonja Mueller wird in Berlin seit einigen Jahren immer häufiger verstellt: durch Müll. „In meinem Kiez liegt er fast überall“, sagt sie. „Ich kann hier kaum noch ein Bild machen, auf dem er nicht zu sehen ist.“ Die allgegenwärtige Vermüllung Berlins wird so zum zentralen Thema ihrer Arbeit. Wir wollten von ihr wissen, welche Geschichten der Abfall über uns als Gesellschaft erzählt. Nach ein paar Wochen intensiver Arbeit schrieb sie uns: „Das ist echt SCHWER!“ Das Ergebnis ist keine einfache Reportage, sondern eine eindringliche fotografische Spurensuche. Ihre Bilder zeigen, wie eine Stadt die Kontrolle über sich und ihre Sauberkeit zu verlieren droht. Die Arbeit an der Fotoserie hat bei der Künstlerin tiefe Eindrücke hinterlassen.
„Auf meinen Streifzügen bin ich stundenlang mit gesenktem Kopf durch die Straßen gelaufen und dachte nur: Oh Gott, wie das hier aussieht!“
„Ich frage mich, was das eigentlich mit mir macht, wenn ich jeden Tag von so viel Müll umgeben bin.“
Sonja Mueller ist eine preisgekrönte Fotografin und Filmemacherin mit Sitz in Berlin. Seit 1994 arbeitet sie als freiberufliche Fotografin und hat sich auf Porträts von Musiker*innen, Künstler*innen und Schauspieler*innen spezialisiert. Ihre Neugier und ihr Respekt für die unterschiedlichsten Persönlichkeiten spiegeln sich in ihren Arbeiten wider.
Für diese Fotostrecke hat sie Berlin hat sie Bilder gemacht, die eindringlich zeigt, wie eine Stadt die Kontrolle über sich zu verlieren droht. Mehr zu ihrer Arbeit auf www.sonjamueller.org