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Wohnen für Senior*innen

Zu Hause

Wohnen im Alter: Eigenständig dank digitaler Technik

Eigenständiges Wohnen für Senior*innen: In einer Musterwohnung zeigt die GESOBAU, wie digitale Technik älteren Menschen hilft, länger selbstbestimmt zu leben.

Viele ältere Menschen wünschen sich vor allem eines: Sie möchten so lange es geht in ihren eigenen vier Wänden bleiben. Oft ist das aber nicht möglich, weil es weder genügend altersgerechte Wohnungen gibt noch genügend Pflegekräfte, die den Senior*innen im Alltag zur Seite stehen könnten. Helene Böhm, Leiterin für Soziales und Quartiersmanagement bei der GESOBAU, ist sich dennoch sicher, dass künftig immer mehr Menschen zu Hause alt werden können. „Mithilfe der Digitalisierung werden wir Wohnungen haben, die im wahrsten Sinne des Wortes auf ihre Bewohner*innen aufpassen“, sagt sie. 

Wie das praktisch aussieht, können Interessierte seit Kurzem in einer Musterwohnung der GESOBAU besichtigen und sich dort auch beraten lassen. „Vor Ort kann man beispielsweise miterleben, dass ein Infrarotsensor den Herd abschaltet, wenn eine Platte überhitzt ist“, sagt Helene Böhm. Klaus-Dieter Pikörn ist begeistert vom Orientierungslicht, das per Knopfdruck automatisch den Weg ins Bad beleuchtet. Der Rentner aus Hellersdorf gehört zu den Ersten, die sich in der Musterwohnung der GESOBAU umgesehen haben. „Ich würde mir auch die Fernbedienung einbauen lassen, mit der man die Wohnungstür sogar vom Bett aus öffnen kann“, sagt er. 

Technik für Senior*innen: Eine Hilfe im Alltag

Zu den Hilfsangeboten von Pflege@Quartier gehört auch eine visuelle Türklingel, die über einen Ton oder per Blinken anzeigt, dass jemand läutet. Um sich in ihrer Wohnung sicherer zu fühlen, könnten Senior*innen zudem einen CO2-Melder installieren lassen. Dieses Modul misst den Kohlenstoffdioxidgehalt in der Raumluft. Wird der Grenzwert überschritten, macht ein Licht oder Klangsignal darauf aufmerksam. „Denn zu viel CO2 in der Raumluft kann zu Müdigkeit oder Schwindel führen und die Sturzgefahr erhöhen“, erklärt Helene Böhm. Ähnlich funktioniert der Wassermelder. Mittels eines Sensors erkennt er ausgetretenes oder überlaufendes Wasser. Auch der Inaktivitätsmelder, der Bewegungen innerhalb der Wohnung erfasst und notfalls Alarm gibt, hat Klaus-Dieter Pikörn überzeugt. Mit welchen der vorgestellten Maßnahmen er seine Wohnung schließlich ausstatten würde, hängt für ihn allerdings vom Preis und vom Grad der eigenen Beeinträchtigung ab. 

Helene Böhm kann Klaus-Dieter Pikörn verstehen. Der beliebte Herdwächter etwa koste rund 500 Euro, sagt sie. „Wir arbeiten deshalb gerade an einem Ausstattungskatalog baulich-technischer und digitaler Hilfen, die in der Musterwohnung vorgestellt werden“, sagt sie. Die Mieter*innen könnten dann auswählen, was sie in ihrer Wohnung einbauen lassen wollen. Nicht alles aber, was in der Musterwohnung gezeigt wird, kann die GESOBAU anbieten. „Rundumsicherheit durch digitale Assistenzsysteme ist Sache von geprüften Anbietern, zu denen wir vermitteln können – auch zu den regionalen Pflegestützpunkten“, erläutert Böhm. Die Musterwohnung soll vor allem dazu beitragen, die Akzeptanz digitaler Alltagshelfer zu erhöhen, indem vernetzte Technik erlebbar wird. 

Bis Ende des kommenden Jahres kann die Musterwohnung, die sich an der Zossener Straße 152 in Hellersdorf befindet, jeden Donnerstag von 9 bis 12 Uhr besichtigt werden. Helene Böhm wird dann vor Ort sein und alle 14 Tage auch jemand vom Pflegestützpunkt Hellersdorf. „Unser Angebot richtet sich vor allem an Menschen, die sich mit dem Altwerden auseinandersetzen und vorsorgen wollen“, sagt Böhm. 

Besuchen Sie unsere Musterwohnung

Offener Besichtigungs- und Beratungstermin (ohne Anmeldung)
Jeden Donnerstag, 9 bis 12 Uhr 
Zossener Straße 152, 12629 Berlin-Hellersdorf


Weitere Infos unter Pflege@Quartier.

Schlafplatz in der Musterwohnung

Die Pflege@Quartier-Musterwohnung glänzt auch durch die gemütliche und moderne Einrichtung.

Moderne Technik in der Wohnung

Dank moderner Sensoren lässt sich die Tür in der Musterwohnung per Fernbedienung öffnen.


Fotos: Verena Brüning


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