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»Wir ziehen hier nicht mehr weg«

Die GESOBAU hat 788 Wohnungen in Tegel in ihren Bestand übernommen. Norbert und Sabine Kuschel wohnen seit sieben Jahren dort und schätzen die gute Nachbarschaft im Quartier.

Die Kisten sind in Gedanken schon gepackt. Der Mietvertrag für das günstige Haus nahe Eckernförde ist beinahe unterschrieben, der Wegzug aus Berlin nur noch eine Frage der Zeit. Sabine und Norbert Kuschel sind sich einig. Tochter und Sohn sind aus dem Haus. Die gebürtigen Berliner wollen dem Märkischen Viertel den Rücken kehren, einen Neuanfang in Schleswig-Holstein wagen. Doch der Aushang mit Wohnungsangeboten für das Quartier »Tegeler Höfe« ändert alles. Sabine Kuschel entdeckt die Offerte zufällig beim Weihnachtseinkauf im November. »Drei Wohnungen haben wir uns daraufhin spontan angeschaut«, erinnert sich Norbert Kuschel. »Dann warfen wir alle Pläne über den Haufen, überlegten neu und sind schließlich in den Tegeler Höfen angekommen.« Das war vor sieben Jahren. Seither sind die Kuschels in der Basdorfer Zeile zu Hause.

Wiese vorm Balkon, der Steinberg-Park samt Wasserfall in der Nähe, die Markthalle in Tegel zum Einkaufen nur wenige Minuten entfernt, genauso wie der Bäcker in der Gorkistraße, das Steakrestaurant oder der Italiener in der Nebenstraße. Auch die Klinik ist fußläufig erreichbar. Für Sabine Kuschel ein weiteres Argument für die Tegeler Höfe. Seit ihr Mann vor einigen Jahren einen Schlaganfall erlitt, ist der ehemalige Postbeamte Frührentner. »Von hier aus kann ich meinen Mann zur Not auf eine Sackkarre laden und zu Fuß zum Arzt rollen«, scherzt sie.

 

Im Oktober 2014 hat die GESOBAU das denkmalgeschützte Ensemble erworben, seit Januar ist das Wohnungsunternehmen nun Hausherr in den 788 Wohnungen der Tegeler Höfe. Der Ankauf ist Teil einer Vereinbarung zu Gunsten städtischen Wohnens. Bis Ende der Legislaturperiode will der Senat den städtischen Wohnungsbestand um 30.000 erhöhen. »Mit der Wohnanlage in Tegel haben wir das Portfolio der GESOBAU um eine attraktive Wohnanlage erweitert, die unseren Bestand ideal ergänzt«, kommentiert Jörg Franzen, Vorstandsvorsitzender der GESOBAU AG. Die drei- bis viergeschossigen Gebäude der Tegeler Höfe wurden in den 1930er Jahren errichtet bzw. 1953 wieder aufgebaut. »Sogar der Einbauschrank hier im Flur steht unter Denkmalschutz«, erzählt Mieter Norbert Kuschel, während seine Frau die ersten Frühblüher in die Balkonkästen pflanzt. »Huhu, seid ihr zu Hause«, schallt es vom Gehweg herüber. Sabine Kuschel hebt den Kopf über die pflanzengrüne Brüstung im Hochparterre. »Ja, alles gut. Und wie geht’s euch?« Die Kuschels schätzen die gute Nachbarschaft im Quartier. »Eine Nachbarschaft, die nicht kontrollieren will, aber trotzdem weiß, wer hierhin gehört und stets zu einem freundlichen Plausch aufgelegt ist«, beschreiben sie die Menschen in ihrem Viertel.  Längst ist das Paar Teil der über Jahre gewachsenen Gemeinschaft. Ein Zusammenhalt, der auch GESOBAU-Mitarbeiter Daniel Kautz fasziniert. In den Blöcken seien die Innenhöfe die Zentren des Lebens. »Mieter sonnen sich, Enkel spielen auf den Spielplätzen im Hof.« Die Wohnungen – überwiegend Ein- und Zweizimmerwohnungen – sind im Durchschnitt 55 Quadratmeter groß, insbesondere Alleinstehende und ältere Paare fühlen sich hier angekommen. So wie die Kuschels. »Wir ziehen hier nicht mehr weg.«

 

Text: Katrin Starke
Fotos: Thomas Bruns, Lia Darjes
Von Gesobau,
07.05.2015