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Gesobau

Die GESOBAU stellt ihre Hausmeister*innen vor: Heiko Günther

Hausmeister*innen – das sind die Held*innen im Hintergrund eines Wohnblocks. Sie sind die erste Anlaufstelle, wenn das Wasser nicht läuft, die Müllentsorgung nicht klappt oder woanders Hilfe benötigt wird. Vor allem aber kennen sie ihre Häuser und deren Bewohner*innen wie niemand sonst. Wir stellen die Hausmeister*innen der GESOBAU genauer vor. Heute: Heiko Günther, Hausmeister in der Finsterwalder Straße 1 im Märkischen Viertel

Wohnen, wo man arbeitet – am Anfang hatte Heiko Günther, 49, Zweifel, ob das eine gute Idee ist. „Gerade am Wochenende klingelt es schon mal an der Wohnungstür“, sagt er. Es kommt auch vor, dass der Supermarkteinkauf nach Feierabend eine Stunde dauert, weil er so viele Mieter*innen trifft. „Wo ich Sie gerade sehe …“, grüßen sie ihn schon aus der Ferne. Heute, sagt er, könne er es sich trotzdem nicht mehr anders vorstellen. Sein Arbeitsweg ins Büro beträgt nur 70 Meter. „Ich könnte kurz vor sieben Uhr aufstehen und wäre immer noch pünktlich“, sagt Günther und lacht. „Es hat etwas Vertrautes, in seiner Wohnanlage zu leben. Ich habe immer ein Auge auf alles.“ Auch samstags und sonntags sieht er nach dem Rechten. „Man ist ja auch am Wochenende Hausmeister.“

Heiko Günther fing 2007 als Objektbetreuer beim Sicherheitsdienst Securitas an, seit 2015 arbeitet er als Hausmeister für die GESOBAU in der Finsterwalder Straße 1 im Märkischen Viertel. Vorher war er Profiradsportler, bis er bei 40 Stundenkilometern schwer stürzte. Er hat mehrere komplizierte Operationen hinter sich, ein Handgelenk ist bis heute nur zu 15 Prozent belastbar. Trotzdem sei er sehr glücklich, meint Günther. „Ich habe das Beste aus der Situation gemacht.“ Im Radsportverein fährt er in der Freizeit weiterhin Fahrrad.

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An seinem Beruf schätzt Günther den Kontakt zu den Bewohner*innen und die Abwechslung. „Man hat mit allem zu tun – Elektrik, Wasser, Heizung, mit Corona-Problemen und manchmal auch mit dem Tod“, sagt er. Die meiste Zeit nehmen Reinigungsarbeiten in Anspruch. Die Mieter*innen schätzen das. „Viele sagen, dass sie gerne nach Hause kommen, weil es so sauber ist“, erzählt Günther. „Bei mir fängt das Nachhausekommen schon an der Haustür an. Beim Aufschließen sollen sich die Mieter freuen, dass sie zu Hause sind.“ An den Eingängen und im Treppenhaus benutzt er Duftöle. „Wo es gut riecht, achtet man mehr auf die Sachen.“ Manchmal kauft er von seinem eigenen Geld Blühsträucher für die Wohnanlagen. „Ich könnte sie auch über unsere Firma bestellen, aber meistens suche ich sie mir dann doch selber aus.“ Manchmal kaufen auch Mieter*innen ein paar Pflanzen oder geben Günther welche von ihrem Balkon. Der Hausmeister hat eine klare Agenda: „Ich versuche immer, alles schön zu machen. Es soll kleine erholsame Ecken geben, mit einer Bank, wo man sich auch mal hinsetzen kann.“

Eigentlich, sagt er, sei er wunschlos glücklich – auch weil er wisse, wofür er arbeitet. „Ich denke daran, dass ich, egal, was ich mache, es für die Mieter*innen mache, die anständig sind und die Ordnung verdient haben. Auch wenn man sich manchmal über andere ärgert. Ich konzentriere mich auf die Guten.“ Wenn er etwas nennen könnte, was alles noch besser machen würde? Dann würde er sich von den Bewohner*innen etwas mehr Gelassenheit wünschen. „Ich kann verstehen, wenn jemand mit einem Wasserrohrbruch am Wochenende beim Hausmeister klingelt. Aber es kam auch schon vor, dass jemand am Sonntag um 9 Uhr vor der Tür steht und fragt, ob ich den Stromzähler ablese.“ 

Wenn er in seiner Freizeit nicht Rad fährt, bemalt er Keramiktassen, Müslischalen und Uhren für Firmen und Vereine – alles in Handarbeit. Er ist der offizielle Tassenmaler der Deutschen Kinderkrebsstiftung. Den Erlös spendet er der Stiftung. Er freut sich, dass er mit seinem Hobby etwas Gutes bewirkt, will dafür aber kein Lob. „Ach“, sagt er, „man tut, was man kann.“ 


Autorin: Kathrin Hollmer; Aufmacherbild: Verena Brüning


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