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Riesenschach in der Nachbarschaft

Im Kiez

Zug um Zug: Schach spielen verbindet

In Hellersdorf fordern sich die Mieter*innen eines seniorengerechten Wohnhauses regelmäßig zu einer Partie Schach heraus – hier geht es um mehr als um den Sieg!

Wenn Axel Fischer die großen Schachfiguren auf einem Gerätewagen aus dem Keller holt, dann haben sich oft schon einige Spielwillige auf dem Hof der Lion-Feuchtwanger-Straße/Gadebuscher Straße zusammengefunden. Mehr als ums Gewinnen geht es dem 75-Jährigen im roten T-Shirt darum, die Leute aus seinem Wohnblock zusammenzubringen. „Denn ganz ehrlich: Ich bin froh, wenn ich die Figuren richtig aufstelle“, gibt er zu. An diesem sommerlichen Vormittag spielt Axel Fischer dann aber doch ein paar Züge. Während er abwechselnd mit einer Kontrahentin die Figuren über die schwarzen und weißen Karos schiebt, geben die anderen Nachbar*innen Ratschläge und applaudieren für einen besonders gelungenen Zug. 

Das Schachspiel verlockte bereits bei der Besichtigung

Die Stimmung ist ausgelassen. Auf das Spielfeld wurde Axel Fischer, der mit seiner Frau seit dem 1. Juli 2020 in der 5. Etage wohnt, schon bei der Wohnungsbesichtigung aufmerksam: „Mensch, da kann man ja sogar Schach spielen, sagte ich zu meiner Tochter.“ Die 64 quadratischen Felder lassen zwar die üblichen Beschriftungen vermissen, erfüllen aber trotzdem ihren Zweck. Mit Unterstützung der GESOBAU besorgte Axel Fischer kniehohe Schachfiguren und verwaltet sie seitdem. Ein Aushang im Treppenhaus weist darauf hin. In einem Buch vermerkt der Mieter gewissenhaft die Ausleihen. „Die Nachfrage ist allerdings noch übersichtlich“, sagt er. Meistens gibt er den Anstoß zu einer gemeinsamen Partie. Feste Termine haben Axel Fischer und seine Mitspieler*innen nicht. Hauptsache, das Wetter spielt mit. 

Und wer keine Lust auf Schach hat? 

Alternativ schieben einige Nachbar*innen auf dem Boule-Platz eine ruhige Kugel. Dafür stellt die GESOBAU ebenfalls das Spielgerät zur Verfügung. Die 157 seniorengerechten Ein- bis Vierzimmerwohnungen an der Lion-Feuchtwanger-Straße/Gadebuscher Straße sind barrierefrei, teilweise rollstuhlgerecht. Beim Pflegedienstleister Alma Via können die Bewohner*innen individuelle Unterstützung buchen. Die Mitarbeiter*innen helfen zum Beispiel bei der Medikamentengabe oder beim Anlegen von Stützstrümpfen. Den Mieter*innen stehen großzügige Aufenthaltsräume zur Verfügung, in denen regelmäßige Freizeit- und Bewegungsangebote stattfinden – zusätzlich zu den selbst organisierten Schach- und Boule-Partien auf dem Hof.

Mehr erfahren unter www.gesobau.de/servicewohnen


Aufmacherbild: Große Geste: Senior Axel Fischer am Zug beim Nachbarschaftsriesenschach; Foto: Verena Brüning


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