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Im Kiez

39 Quadratmeter Glück

Unterwegs im Märkischen Viertel

Helmut Simon steht mitten im „Beettinchen“ und zeigt mit der rechten Hand auf Beete, auf neu gepflanzte Obstbäume und eine blühende Wiese. „Das hier ist ein Paradies“, sagt er. Simon gehört seit Kurzem zum Team, das den Nachbarschaftsgarten im Märkischen Viertel betreut. Besonders schön findet er, „dass hier jeder nach seiner Fasson selig werden kann“. Einer habe auf seiner Parzelle nur Rasen gesät. Andere würden vor allem Gemüse anpflanzen, manche bunte Blumenfelder.

Wie Harald und seine Frau, ein Ehepaar aus dem Kiez. Auf ihrer Parzelle blühen Rosen, Lavendel, Phlox und Ringelblumen. Aber auch Erbsen, Erdbeeren und Salat haben sie schon geerntet.

Leiterin des Nachbarschaftsgartens ist Theresa Uhlig. Die 35-Jährige arbeitet bei Albatros, dem Träger des Projektes. „Wir sind seit Anfang März 2020 auf dem 3000 Quadratmeter großen Gelände an der Treuenbrietzener Straße“, sagt Uhlig. Inzwischen seien 15 der insgesamt 35 Parzellen vermietet. Bis 2018 befand sich der Garten auf einer Freifläche am Senftenberger Ring, etwa einen Kilometer entfernt vom neuen Standort. „Dort werden jetzt Wohnungen gebaut.“

Harald und seine Frau waren schon am Senftenberger Ring dabei. „Uns gefällt die Nähe zur Natur und dass wir unseren Enkeln zeigen können, wie das Gemüse gepflegt werden muss, bis wir es essen können“, sagt Harald.

Theresa Uhlig und ihre fünf Mitarbeiter*innen haben viel vor im „Beettinchen“. Geplant sind Workshops zum Gärtnern, Tanzveranstaltungen und Kinoabende. Mindestens einmal im Monat wollen sie zum gemeinsamen Grillen einladen. Alles Notwendige befindet sich im Holzhaus am Ende des Gartens. Dort gibt es eine kleine Küche und mehrere Toiletten. Und einen Geräteschuppen, in dem Spaten, Harken, Schubkarren und Gießkannen auf die Hobbygärtner*innen warten.

INTERKULTURELLER NACHBARSCHAFTSGARTEN BEETTINCHEN

Treuenbrietzener Straße 32
13439 Berlin

Telefon: 030 4150 8566

E-Mail: mv-etage@albatrosggmbh.de

Erreichbarkeit: Direkt vor dem Eingang des Gartens halten Busse der Linien M21 und X21.

Wer sich für eine der 39 Quadratmeter großen Parzellen interessiert, kann sich per Telefon oder E-Mail anmelden. Pro Jahr kostet eine Parzelle 240 Euro plus anteilige Kosten für Wasser und Strom.


Bild oben: Die Leiterin Theresa Uhlig (vorne) und Helmut Simon (hinten) helfen einem Nachbarn im Gemeinschaftsgarten „Beettinchen“ (Foto: Verena Brüning)
Autorin: Regina Köhler


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