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Gesobau

3 Fragen an Grit Fichte

Quartiershelferin

Wem helfen Sie im Quartier?
Ich helfe hauptsächlich älteren Mieter*innen, die Hilfe beim Einkaufen benötigen. Ab und zu gehe ich auch für sie zum Arzt, um die Krankenkassenkarte einlesen zu lassen oder um Rezepte abzuholen. Wegen der Corona-Pandemie haben viele von ihnen Angst, selbst rauszugehen. Oftmals haben sie keine Angehörigen oder diese wohnen einfach zu weit weg, um sie zu unterstützen. In solchen Fällen springe ich ein. Es gab auch schon mal eine Mieterin, der ich beim Ausfüllen eines Antrages helfen konnte. Sie sind alle wirklich sehr dankbar für die Hilfe, die sie ­erhalten.

Wie sieht ein Tag bei Ihnen konkret aus?
Ich nehme mal einen typischen Tag im Märkischen Viertel: Ein, zwei Tage vor meinem eigentlichen Einsatz erstelle ich einen Zeitplan mit all meinen Aufgaben, den ich dann nach und nach abarbeite. In der Regel gehe ich als Erstes für ein paar Mieter*innen einkaufen. Wenn alle Einkäufe verteilt sind, kümmere ich mich um eine ältere Dame, die nicht mehr gut laufen kann. Für sie hole ich etwa ein Paket aus der Postfiliale ab. Danach mache ich mich auf den Weg ins Ribbeck-Haus. Bei Frau Traxel kann ich in Ruhe meine Unterlagen sortieren und den Computer benutzen, um alles Weitere zu planen und zu organi­sieren.

Was hat Sie bei Ihrer Arbeit am meisten überrascht?
Am meisten haben mich die umfangreichen Strukturen überrascht. Wie viele Leute allein in meiner Abteilung Hand in Hand arbeiten, ist beeindruckend. Ich bin unfassbar nett aufgenommen worden und kann alle jederzeit nach Rat fragen, sollte ich mal nicht weiterwissen. So macht Arbeiten richtig Spaß.

Grit Fichte, 54, kommt ursprünglich aus Schwedt an der Oder. Vor zwölf Jahren hat es sie nach Berlin verschlagen. Ihre ­Arbeitsgebiete sind das Märkische Viertel und der Wedding, wo sie hauptsächlich für Senior*innen im Einsatz ist. Seit Oktober 2020 arbeitet sie bei der GESOBAU und unterstützt den Bereich der sozialen Quartiersarbeit. Das Modellprojekt zum solidarischen Grundeinkommen, durch das Frau Fichte ihre Tätigkeit als Quartiershelferin bei der GESOBAU aufnahm, hat der Berliner Senat 2019 ins Leben gerufen.


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