Es ist vollbracht.

Jetzt ist es spruchreif: Das Märkische Viertel ist die größte Niedrigenergiesiedlung Deutschlands. Wir blicken auf acht Jahre Modernisierung zurück.

2795 Tage lang war dasMärkische Viertel das größte Modernisierungsprojekt Berlins. Vor knapp acht Jahren feierten wir gemeinsam mit Bundesminister Wolfgang Tiefensee, dem Regierenden Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit und der Senatorin für Stadtentwicklung Ingeborg Junge-Reyer den Auftakt des Mammutprojekts. Ausgegebenes Ziel: Das Märkische Viertel soll zur größten Niedrigenergiesiedlung Deutschlands werden. Nachdem die Häuser in die Jahre gekommen waren und energetisch bei weitem nicht mehr dem gewünschten Standard entsprachen, entschied sich die GESOBAU 2008 für umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen, die nahezu die gesamte Siedlung umfassten und das Wohnen in der Großsiedlung aufwerten sollten. Seitdem wurden 13.500 Wohnungen modernisiert, komfortabel und modern ausgestattet und die Gebäudehülle den geltenden Energiestandards angepasst. Auch äußerlich wurden die Häuser verschönert, Gestaltungskonzepte und Wegeleitsysteme erarbeitet, kostenintensive Müllschlucker entfernt, dunkle Ecken beseitigt und stattdessen neue, helle Eingangsbereiche gestaltet. 560 Millionen Euro hat die GESOBAU insgesamt in die Modernisierung des Märkischen Viertels investiert.Eine Investition, die sich gelohnt hat: Durch alle Baumaßnahmen wird der CO2-Ausstoß im Märkischen Viertel um 75 Prozent reduziert. Durch die zusätzliche Umstellung des Blockheizkraftwerkes im Märkischen

Viertel auf Biomasse werden die Wohnungen sogar nahezu CO2-neutral beheizt. So entstand in den vergangenen acht Jahren eine Niedrigenergiesiedlung, die in Deutschland beispiellos ist. Doch wohnen wird in Berlin immer teurer, daher war die oberste Prämisse bei den Modernisierungsmaßnahmen die Einhaltung der Sozialverträglichkeit. Etablierte Mietstrukturen sollten bestehen bleiben, höhere »Kaltmieten« durch einen verbesserten energetischen Standard mit reduzierten Nebenkosten aufgefangen werden. Der Plan ging auf, die durchschnittliche Warmmiete blieb annähernd gleich. Bis die Bewohner diese Vorteile genießen konnten, war es auch für sie ein langer Weg. Etwa 23.500 Mieter aus 9.450 Wohnungen wurden insgesamt während der Bauphasen in Umsetzwohnungen untergebracht, viele Mieter konnten während der Arbeiten in ihren Wohnungen bleiben. Diejenigen, die sich dafür entschieden, während der Bauarbeiten in ihrer Wohnung zu bleiben, erlebten eine Zeit mit viel Lärm, Schmutz und Schwierigkeiten. Auch wenn sie von den Mitarbeitern des OSA-Teams (kurz für Optimierung Sanierungsablauf) individuell betreut wurden, war die Zeit für die Bewohner ein wahrer Kraftakt mit Höhen und Tiefen. Auch für die GESOBAU und die beteiligten Architektenstellte die Modernisierung einen kontinuierlichen Lernprozess dar, der im Laufe der Jahre immer weiter optimiert werden konnte. Nun können wir nach acht Jahren stolz verkünden: Es ist vollbracht! Wir haben es gemeinsam mit Ihnen geschafft! Die Modernisierungsarbeiten in den Wohnungen wurden Ende 2015 abgeschlossen, Restarbeiten an den letzten Gebäuden und Außenanlagen folgen im Laufe des Frühjahrs 2016.

Von Gesobau,
22.03.2016

ABSCHLUSSFEST

Wir finden, es ist an der Zeit, allen Beteiligten – insbesondere unseren Mietern, die die jahrelangen Bauarbeiten im Viertel mitgetragen und uns auch während der Arbeiten und darüber hinaus die Treue gehalten haben – »Danke« zu sagen. Deshalb laden wir alle Bewohner im Märkischen Viertel ganz herzlich zum VIERTEL FEST ein: Am 28. Mai 2016 möchten wir von 14 bis 19 Uhr mit Ihnen gemeinsam am Seggeluchbecken im Märkischen Viertel den Modernisierungsabschluss feiern.

Wir möchten einen bunten Nachmittag mit Spiel, Spaß, Essen und Musik mit Ihnen verbringen und gemeinsam in Erinnerungen schwelgen. Mehr wollen wir noch nicht verraten, freuen Sie sich auf Überraschungen für Jung und Alt. Anlässlich der Feierlichkeiten wird das Pfingstkonzert in seiner üblichen Form in diesem Jahr nicht stattfinden, Elemente aus dem Programm werden dafür in das VIERTEL FEST einfließen.