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Motte
Zu Hause

Lebensmittelmotten: Was Sie dagegen tun können

Mottenplagen haben selten mit mangelnder Hygiene zu tun. Die kleinen Falter können sich aus allen möglichen Gründen einnisten. Wir erklären, wie Sie Lebensmittelmotten erkennen, was Sie tun können, um einem Befall vorzubeugen und wie Sie die Motten wieder loswerden

Lebensmittelmotten erkennen

Unter dem Begriff Lebensmittelmotte werden eine Vielzahl von Motten­arten zusammen­gefasst. Hier­zu­lande sind besonders die Dörr­obst­motte und die Mehl­motte verbreitet. Erstere ist acht bis zehn Millimeter groß und hat eine helle, grau-gelbliche, teilweise rot­stichige Farbe. Die Mehl­motte (abgebildet auf dem Aufmacher­bild dieses Artikels) ist mit ihren silber-grauen Flügeln etwas unscheinbarer, obwohl sie die größere der beiden Arten ist. Die Larven der Motten sind weiß-gelblich und bewegen sich raupenähnlich.

Motten nisten sich besonders gerne in Küchen ein – dort gibt es meist genügend Nahrung und es ist warm. Sie bevorzugen trockene Nahrungsmittel wie Mehl, Nüsse und Getreide­produkte aller Art befallen. Schokolade, Tee und Trocken­obst sind ebenfalls beliebt. 

Die Maden können zwar keine Krankheiten über­tragen, verderben durch ihren Kot und die Spinnfäden aber befallene Nahrungs­mittel. Die Produkte sollten restlos entsorgt werden, da besonders Personen mit schwachen Immun­systemen an Verdauungsproblemen, Haut­irritationen oder Allergien erkranken können. Behälter, Schränke und Schubladen, in denen Sie Motten­larven finden, müssen gründlich gereinigt werden.

Motten loswerden

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie einen Motten­befall haben, ist das Aufstellen von sogenannten Pheromon­fallen geeignet. Mithilfe des Sexual­lock­stoffes werden männliche Motten angelockt. Für eine endgültige Bekämpfung reichen die Fallen aller­dings nicht aus. Es gibt zwar chemische Bekämpfungs­mittel, doch sollte man auf solche Gifte in der Küche möglichst verzichten.

Besonders wirksam ist der Einsatz von Schlupf­wespen. Diese winzigen, mit dem bloßen Auge kaum erkennbaren Insekten kann man sowohl online als auch im Baumarkt kaufen. Dort bekommt man kleine Pappkarten, auf denen sich die Larven der Schlupf­wespen befinden. Zuhause hängt man diese in die Schränke, wo die 0,4 Millimeter großen Insekten bald schlüpfen. Sie machen sich dann aktiv auf die Suche nach Motten­eiern und legen ihre eigenen Eier dort ab. Sobald die Wespen­larven schlüpfen, fressen sie die Motten­eier auf. Diese Methode ist sehr effektiv. Die Schlupf­wespen stechen nicht und sind für Menschen vollkommen ungefährlich. Auch wenn sie so heißen, haben sie mit den Wespen, vor denen wir im Freibad Angst bekommen, wenig zu tun. Sie verschwinden auch von selbst wieder: Sobald keine Motten­eier mehr vorhanden sind, haben auch die Schlupf­wespen keinen Grund, noch weiter in der Wohnung zu bleiben und sterben ab.

Richtig Vorbeugen

Bestenfalls achten Sie schon beim Einkauf darauf, dass die Verpackung nicht beschädigt ist. Tatsächlich können entsprechende Lebens­mittel schon im Super­markt­regal kontaminiert sein. 

Zuhause sollten Sie vor allem trockene Nahrungs­mittel in verschließbare Behälter aus Glas, Kunststoff oder Keramik umfüllen. So wird verhindert, dass Motten an Nahrungs­mittel gelangen. Vorsicht: Dünnes Plastik, etwa Plastik­tüten, eignet sich nicht, da Larven dieses durch­fressen können. Achten Sie darauf, dass keine Krümel in den Schränken herumliegen – diese ziehen Motten an. 


Autorin: Laura Kübler; Aufmacherbild: iStock


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