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Illustration mehrerer Menschen, die aus dem Fenster schauen und sich unterhalten

Zu Hause

10 Tipps für eine gute Nachbarschaft

Wo Menschen nah beeinander leben, kommt es zu Reibungen: Lärm, Müll oder unterschiedliche Tagesabläufe können den Ausschlag geben für Konflikte im Haus. Franziska Hupke ist bei der GESOBAU zuständig für die soziale Quartierskoordination. Sie gibt wertvolle Tipps, wie Streit unter Nachbar*innen nicht eskaliert

1. Das Gespräch suchen: Sprechen Sie Ihre*n Nachbar*in direkt an, wenn Sie etwas stört. Am besten möglichst zeitnah zum Ärgernis. Je länger Sie damit warten, desto wahrscheinlicher ist es, dass Sie emotional reagieren und im Gespräch nicht sachlich bleiben.

2. Fragen Sie vorher, ob Ihr*e Nachbar*in Zeit hat für ein Gespräch, ob es also gerade passt oder ein anderer Zeitpunkt besser geeignet wäre.

3. Formulieren Sie Ihr Anliegen in kurzen und sachlichen Ich-Botschaften, beispielsweise: „Ich fühle mich gestört, wenn Sie abends laute Musik hören.“ Nicht empfehlenswert sind hingegen Sätze wie „Du machst die Musik zu laut“ – darin steckt ein Vorwurf, und dieser kann dazu führen, dass die Fronten sich eher verhärten.

4. Erläutern Sie, warum Sie sich gestört fühlen, zum Beispiel: „Um diese Zeit bringe ich mein Kind ins Bett“ oder „Ich muss morgens sehr früh aufstehen und brauche meine Ruhe“.

5. Versuchen Sie, während des Gesprächs bei sich zu bleiben, Ihrem*r Nachbar*in keine Vorwürfe zu machen oder pauschal zu verurteilen, etwa wegen des sozialen Hintergrunds oder des Aussehens. 

Illustration Menschen mit Megafon als Kopf

Keine Vorwürfe zu machen ist im Streitgespräch gar nicht so leicht. Aber man kann darauf achten und so besser Kompromisse finden

Foto: iStock
Franziska Hupke

Franziska Hupke

Foto: privat

6. Vielleicht finden Sie einen Kompromiss. Zum Beispiel kann die Nachbarin in einem bestimmten Zeitfenster laut Musik hören, während die Eltern mit Kleinkind in dieser Zeit spazieren gehen oder der Nachbar im Büro ist.

7. Gerade beim Thema Lärm lässt sich manchmal schwer einschätzen, wie laut es für die Nachbar*innen ist. Verabreden Sie ein Zeichen, zum Beispiel zweimal klingeln, wenn es zu viel ist.

8. Wer in eine neue Wohnung oder sogar in ein neues Land zieht, hat viele Fragen. Bieten Sie neuen Nachbar*innen Ihre Unterstützung an, damit sie sich im Kiez zurechtzufinden. An wen wende ich mich, wenn der Wasserhahn tropft? Wie wird der Müll getrennt? Als langjährige*r Mieter*in können Sie bei solchen Fragen unterstützen und neuen Nachbar*innen helfen, sich schnell zu Hause zu fühlen.

9. Seien Sie hilfsbereit und vernetzen Sie sich. Grüßen Sie im Treppenhaus und bieten Sie Ihre Hilfe an, wenn jemand Probleme beim Tragen der Einkaufstüten hat. Einige Hausgemeinschaften erstellen Chatgruppen oder einen E-Mail-Verteiler, um sich auszutauschen.

10. Nachbar*innen, die sich kennen, streiten weniger. Wenn Sie gemeinsam ein kleines Hoffest organisieren, lernen Sie sich kennen. Denkbar ist auch, zusammen etwas in der Außenanlage Ihres Wohnhauses zu verändern, zum Beispiel ein Beet zu bepflanzen oder eine Sitzbank aufzustellen. Hierfür können Sie sich an Ihren Mieterbeirat oder Ihre*n Kundenbetreuer*in wenden. Die GESOBAU unterstützt solche Initiativen. 

Benötigen Sie Hilfe bei einem Konflikt mit Ihren Nachbar*innen?

Die unparteiischen Konfliktberater*innen unseres Schlichtungsbüros helfen Ihnen gerne weiter. Kontaktieren Sie das Schlichtungsbüro vertraulich per Telefon 030 / 41 508 588 oder persönlich in der GESOBAU-Nachbarschaftsetage, Wilhelmsruher Damm 124, 13439 Berlin, jeden Donnerstag von 16:00 bis 18:00 Uhr.

Mehr zur Arbeit des Schlichtungsbüros erfahren Sie hier: https://www.hallonachbar.berlin/gesobau-details/dicke-luft


Aufmacherfoto: iStock


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