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Wohn-ABC

U wie Untermieter

Was Sie beachten müssen, wenn Sie in Ihrer Wohnung nicht alleine leben wollen.

Ein neuer Job im Ausland oder das Ende einer Beziehung – die Gründe, um einen Untermieter aufzunehmen, sind vielfältig. Damit das Wohnmodell für Untermieter, Hauptmieter und Vermieter funktioniert, gibt es Regeln zu beachten. Welche das sind, erklärt Stephan Bongardt, Unternehmensjurist für Mietrecht bei der GESOBAU. »Wichtig ist, dass der Mieter seinen Vermieter über die geplante Untervermietung informiert und dessen Erlaubnis einholt.« Dies gelte für die GESOBAU, genau wie für andere Vermieter. 

Der Untermieter muss konkret benannt werden, eine pauschale Erlaubnis gibt es nicht. Wer seinen Vermieter nicht informiert, riskiert unter Umständen eine Kündigung. Der Vermieter darf den Untermieter ablehnen. »Das ist möglich, wenn die ganze Wohnung vermietet werden soll, sie nicht zum Wohnen genutzt wird, durch den Untermieter überbelegt wäre oder dieser bereits negativ aufgefallen ist.« Nicht abgelehnt werden dürfen Ehe- oder Lebenspartner, Eltern, Kinder sowie Haus- und Pflegepersonal.

Eine weitere Ausnahme: Besucher, die bis etwa sechs Wochen kostenfrei zu Gast sind. Zwischen dem Mieter und dem Untermieter besteht ein eigenes Mietverhältnis, geschlossen durch den Untermietvertrag, den man unbedingt schriftlich festhalten sollte. Die Miete kann der Hauptmieter individuell festlegen, außerdem sollte geklärt werden, ob eine Inklusivmiete gezahlt wird oder eventuelle Nachzahlungen von Betriebskosten separat abgerechnet werden. 

»Als zusätzliche Absicherung kann der Hauptmieter vom Untermieter eine Kaution verlangen«, sagt Bongardt. Bei einem Schaden in der Wohnung haftet gegenüber dem Vermieter der Mieter, auch wenn der Schaden durch den Untermieter entstanden ist. »Damit er nicht auf den Kosten sitzen bleibt, sollte der Mitbewohner über eine Haftpflichtversicherung verfügen, die den Schaden reguliert.«  

Von Redaktion,
26.09.2018