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Walnussanbau vor den Toren der Stadt

Sie sind gesund und lecker. Doch oft werden sie von weither importiert. David Geier baut seine Walnüsse in Brandenburg an

Walnüsse haben einen festen Platz auf dem Speiseplan von David Geier und seiner Familie. „Sie enthalten gesunde, ungesättigte Fettsäuren und viele Vitamine“, sagt er. „Was mich aber immer ärgerte, war, dass Walnüsse fast ausschließlich aus anderen Ländern eingeflogen werden.“ Dagegen wollte er etwas tun und beschloss, selbst Walnüsse anzubauen. Das war 2013. Schon vier Jahre später hat er die erste Ernte eingefahren.

Ein geeignetes Stück Land fand Geier rund zehn Kilometer nördlich von Oranienburg. Inzwischen hat er auf dem 40 Hektar großen Areal – das is etwas kleiner als das Messegelände am Berliner Funkturm – bereits mehr als 1000 Walnussbäume gepflanzt. Die meisten davon sind schon um die fünf Meter hoch. „Walnussbäume brauchen Licht und Wärme, sie lieben die Sonne“, erzählt er.

Die Ernte beginnt Mitte September, wenn die fleischige grüne Schale der Nüsse aufplatzt. Zwei bis drei Wochen lang werden die Bäume dann immer wieder geschüttelt – die jungen noch per Hand, die älteren Bäume maschinell. Anschließend legt Geier die Nüsse in einer Halle zum Trocknen auf Zeitungspapier – drei, vier Wochen lang. „Anfangs wende ich sie täglich, später alle zwei bis drei Tage.“ Wichtig sei, dass die Raumtemperatur kontinuierlich zwischen 20 und 23 Grad liege.

Kurz vor der Ernte platzen die grünen Schalen der Walnüsse auf

Geiers Hof ist der erste biovegane Landwirtschaftsbetrieb in der Region Berlin-Brandenburg. „Wir düngen ausschließlich mit pflanzlichem Material. Mit Gras, Wildkräutern, Laub und Stroh“, sagt der Nussbauer. Gülle oder Hornmehl kommen nicht auf seine Felder.

Geier geht es nicht nur darum, Umsatz zu machen. „Wir wollen mit unserer Arbeit auch dazu beitragen, die Welt ein wenig besser zu machen.“ Er möchte nicht nur CO2-neutral wirtschaften, sondern sogar ein CO2-positiver Betrieb werden. „Das heißt, dass wir der Luft im Laufe eines Jahres mehr von dem Treibhausgas Kohlendioxid entziehen, als wir selber hinzufügen.“ Wie das funktioniert? Wenn die Bäume wachsen, nehmen sie das Kohlendioxid auf und binden es in Holz und Blättern.

Bis David Geier und seine Familie tatsächlich von ihren Walnüssen leben können, wird es aber noch eine Weile dauern. Deshalb freuen sie sich über jeden, der die Patenschaft für einen Baum übernehmen will. das Prinzip: Man unterstützt das Vorhaben finanziell und bekommt dafür jedes Jahr einen Ernteanteil von acht Kilogramm Walnüssen. „Natürlich dürfen die Pat*innen ihren Baum auch jederzeit besuchen“, sagt Geier.

 

APFEL-WALNUSS-KUCHEN

Der Herbst bringt alle Zutaten, die für diesen Kuchen gebraucht werden. Der leckere Apfel-Walnuss-Kuchen ist schnell zubereitet und versüßt die ersten grauen Herbsttage.

Zutaten:
130 g Butter
120 g Zucker
1 Prise Vanille, gemahlen
3 Eier
Abrieb von 1 Biozitrone
50 g Walnüsse, gemahlen
100 g Weizenmehl
50 g Dinkelvollkornmehl
2 TL Backpulver
1 großer Schuss Sahne

Für die Füllung:
4-5 Äpfel
Saft von einer halben Zitrone
Sonnenblumenöl
50 g Walnüsse gehackt
1 EL Zucker
etwas Zimt

1. Backform (Ø 26 cm oder kleiner) einfetten. Backofen auf 160 Grad Umluft vorheizen. Die Äpfel schälen, halbieren und das Kerngehäuse entfernen. Der Länge nach mit einem Messer einritzen und sofort in Zitronensaft wälzen.
2. Für den Kuchen zuerst weiche Butter mit Zitrone und der Vanille schaumig schlagen. Dann den Abrieb einer halben Biozitrone unterrühren.
3. Anschließend die Eier nach und nach mit der Prise Salz unterrühren. Walnüsse fein mahlen und mit dem Mehl und dem Backpulver mischen, sieben und mit einem großen Schuss Sahne unter den Teig rühren.
4. Teig gleichmäßig in der Form verteilen. Die Apfelhälften darauf geben und mit etwas Öl bestreichen. Dann 50 g Walnüsse grob hacken und mit einem Esslöffel Zucker und etwas Zimt (nach Geschmack) mischen. Wallnuss-Zimt-Zucker-Mischung auf dem Kuchen verteilen. Für etwa 45 Minuten im Ofen backen.

Das Rezept stammt von Anna-Lena Röpfl. Sie lebt auf einem kleinen Hof in der Nähe von München und teilt auf ihrem Blog teigliebe.com süße Köstlichkeiten.

Von Susanne Stöcker,
25.09.2019

Hof Windkind

Gemeinde Löwenberg-Land
www.hofwindkind.com