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Von Ribbecks Vermächtnis

MÄRKISCHES VIERTEL

von Regina Köhler

„Wir knuddeln uns hier auch mal“, sagt Christina Traxel. Die 63-Jährige leitet das Ribbeck-Haus am Senftenberger Ring. Sie ist eine herzliche, zupackende Frau, die es versteht, andere mitzureißen. Das Wichtigste ist ihr, dass sie jeden Tag mit Menschen zu tun hat. Das Ribbeck-Haus ist seit 1992 Nachbarschaftstreffpunkt der GESOBAU.

Ganz im Sinne des „Herrn von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“, den Theodor Fontane in seinem berühmten Gedicht als Menschenfreund beschrieb, wird hier der Gemeinschaftsgeist der Mieter*innen gepflegt. Hier kann gebastelt, genäht, getöpfert werden, es gibt Kaffee und Kuchen, und hier treffen sich Freunde, um ihre Hobbies wie Segelfliegen oder der Aquaristik nachzugehen. Christina Traxel organisiert gemeinsame Ausflüge und Reisen, manchmal wird gekocht. Auch Feste wie Weihnachten feiern sie zusammen. Traxel arbeitet seit über 20 Jahren im Ribbeck-Haus und erinnert sich dass sie früher natürlich auch Fontanes Gedicht auswendig lernte.

2015 wurde das Ribbeck-Haus saniert. Es gibt zwei große helle Räume und ein Café. Außerdem gibt es eine gut ausgestattete Werkstatt, in der ein älterer Herr kleine Reparaturen annimmt, sowie drei Waschmaschinen, die von allen genutzt werden können. Der Treffpunkt ist überaus beliebt: Jede Woche kommen einige Dutzend Bewohner*innen aus der Nachbarschaft hierher, andere schauen sporadisch vorbei. Das Haus steht allen offen, die Interesse haben.

In den vergangenen Wochen hat Christina Traxel viel Arbeit in die Vorbereitung des traditionellen Birnenfestes gesteckt. Das wurde am 15. September gefeiert. Jedem der vorbeigeschaut hat, schenkte sie eine Birne. Herrn von Ribbeck hätte es gefreut.

Von Susanne Stöcker,
25.09.2019

Ribbeck-Haus

Senftenberger Ring 54
13435 Berlin
Weitere Informationen unter:
030 40731411