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Unterstützung für Familien

Hilfe im Alltag: Das Projekt Känguru der Diakonie Berlin sucht Ehrenamtliche für die Arbeit mit jungen Familien.

Wenn ein Baby geboren wird, ist die Freude groß, es tun sich auch viele Fragen auf. Unterstützung im Alltag mit Baby bietet das Projekt »Känguru hilft und begleitet« des Diakonischen Werks Berlin. »Rund 150 Ehrenamtliche sind momentan im Einsatz und helfen in 173 Familien«, sagt Steffi Onstein, Gesamtkoordinatorin für Berlin und Koordinatorin für Pankow. »Wir lernen alle Familien, die unser Angebot nutzen wollen, persönlich kennen. Aber leider können wir nicht alle begleiten, da wir nicht genügend Helfer haben und freuen uns über jede neue Unterstützung.«

Das Projekt ist in fast allen Berliner Bezirken aktiv. Die Arbeit der Ehrenamtlichen ist es, Familien in ihrem Alltag mit Baby zu unterstützen. »Zu den Aufgaben gehören Betreuung der älteren Geschwister, Begleitung zum Kinderarzt oder einfach nur, das Baby zu betreuen, damit die Mutter mal wieder Zeit für eine Dusche hat.« Denn vor allem im Alltag mit dem ersten Kind sind es genau diese kleinen Dinge, die auf der Strecke bleiben. Hierbei die Familien zu unterstützen, ist ein wichtiges Anliegen von Känguru.

Auf die Aufgabe werden die Freiwilligen von den Koordinatoren in den Stadtteilen vorbereitet, in Teamtreffen können sie sich mit anderen Ehrenamtlichen austauschen und erhalten selbst Unterstützung. Als Voraussetzung, um bei Känguru mitzuwirken, empfiehlt Steffi Onstein »ein großes Empathieempfinden, Freude am Umgang mit Menschen und das Bewusstsein, eine Familie in einer sensiblen Situation zu begleiten«. Bevor die Freiwilligen in die Arbeit mit »ihrer Familie« einsteigen, wird in einem ersten Treffen die gegenseitige Sympathie ausgelotet und der mögliche Zeitaufwand und -rahmen abgesteckt. Das Projekt sieht vor, dass eine Familie über sechs bis zwölf Monate begleitet wird.

Als zusätzliches Angebot bietet die Diakonie Schulungen und Fortbildungsmöglichkeiten für die Ehrenämtler an. »Zu Beginn der Arbeit ist es ratsam, sich auf eine Familie zu konzentrieren und so ein Gefühl für die Arbeit und die eigenen Grenzen zu bekommen«, rät die Projektkoordinatorin. Die Freiwilligen engagieren sich etwa drei bis vier Stunden in der Woche. Steffi Onstein betont: »Jeder, der uns unterstützen will, ist herzlich willkommen. Denn jede Stunde Hilfe zählt und ist für die Familien Gold wert.« 

»Känguru hilft und begleitet«, Tel.: 030/44 03 08 262,
info@kaenguru-diakonie.de, www.kaenguru-diakonie.de


Text: Tatjana Kulpa
Foto: Känguru

Von peter.polzer,
27.06.2018