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Ran an die Kartoffeln!

Nachbarschaftsgarten: Das Beettinchen im Märkischen Viertel zieht um. Ab Mai 2019 wird in der Treuenbrietzener Straße gegärtnert.

Ein eigenes Stück Grün mitten in der Stadt – das wünschen sich viele Berlinerinnen und Berliner. Gemüse anbauen, sich an bunten Blüten erfreuen und mit großer Zufriedenheit ernten, was man mit den eigenen Händen gepflanzt hat. Damit auch in Berlin unter freiem Himmel gegärtnert werden kann, gibt es für alle ohne eigenen Garten oder Schrebergarten in vielen Bezirken Gemeinschaftsgärten.

Für die Menschen im Märkischen Viertel ist das Beettinchen genau so ein Ort, um mit Harke und Schaufel aktiv zu werden und zu jäten, zu graben und zu gießen. In die nächste Gartensaison startet das Beettinchen an einem neuen Ort: Seit 2014 florierte der märkische Nachbarschaftsgarten als Zwischennutzungsprojekt auf der Bettina-Brache am Senftenberger Ring. Hier errichtet die GESOBAU nun neue Wohnungen. Dafür hat sie gleich um die Ecke ein neues Zuhause für die Gartenfreunde des Viertels zur Verfügung gestellt. Derzeit laufen in der Treuenbrietzener Straße 32 noch letzte Vorbereitungen, aber ab Mai heißt es wieder: An die Beete, fertig, los!

Wer hat den grünen Daumen?

Auf den rund 3.000 Quadratmetern warten 35 Parzellen darauf, von Anwohnerinnen und Anwohnern mit Leben und kultureller Vielfalt gefüllt zu werden. Anders als bei vielen Kleingartenvereinen wird beim Nachbarschaftsgarten großer Wert auf Gemeinschaft gelegt. Hier werden Toleranz und Solidarität gelebt – beim Gärtnern, aber auch beim gemeinsamen Feiern.

Einige der alten Parzellenpächter kommen mit in den neuen Garten, auch ein Teil der Pflanzen zieht mit um. Es gibt aber auch noch Parzellen, die auf neue Gärtnerinnen und Gärtner warten. Wer sich erst einmal an regelmäßige Gartenarbeit herantasten will, ist ebenso willkommen: In speziellen Gemeinschaftsbeeten wird zusammen gearbeitet und jeder kann seinen grünen Daumen ausprobieren und den Nachbarn über die Schulter schauen.

Plan des Beetinchen im Märkischen Viertel
Plan des neuen Beettinchen: 35 Parzellen für frisches Gemüse, saftige Beeren, schmucke Blumen und aromatische Kräuter.

Wer hat gute Ideen?

Im Beettinchen geht es aber nicht nur um die Gartenarbeiten selbst. »Unser Nachbarschaftsgarten fungiert auch als Ort für Projekte, die selbst keine Außenflächen haben. Wir freuen uns, wenn jemand beispielsweise Yoga-Stunden im Freien oder Do-it-yourself-Workshops anbieten will«, betont Beettinchen-
Koordinatorin Theresa Uhlig von der gemeinnützigen Albatros GmbH.

Theresa Uhlig, Gemeinschaftsbeet Beettinchen, Berlin
Macht das Viertel grüner: Theresa Uhlig koordiniert aus der GESOBAU-Nach- barschaftsetage Umzug und Bewirtschaftung des Beettinchens.

Schließlich gibt es mit einem Gemeinschaftshaus und einer großen Rasenfläche genügend Platz für Feste, Workshops und vieles mehr. Viele Initiativen kommen auch von anderen sozialen Einrichtungen wie dem Projekt BENN, das neue und alte Märker vernetzt, oder dem CVJM-Jugendhaus, das sein beliebtes »Viertel Kino« hier zum Sommerkino macht. »Wie oft und welche Veranstaltungen und Projekte wir umsetzen können, hängt auch vom Personal ab, das wir zur Verfügung haben«, erzählt Theresa Uhlig. »An Ideen mangelt es zumindest nicht.« Wer also Lust hat, sich ehrenamtlich im Nachbarschaftsgarten zu engagieren, ist jederzeit willkommen! So kann sich das neue Beettinchen schnell wieder von einem kahlen Fleck in eine blühende Landschaft inmitten des Märkischen Viertels verwandeln.

 

 

 

Von Redaktion,
27.03.2019

Das neue Beettinchen im Märkischen Viertel

Treuenbrietzener Straße 32, Märkisches Viertel.
Parzellenverpachtung: Theresa Uhlig,
Tel.: 030/41 50 85 66
mv-etage@albatrosggmbh.de

www.albatros-im-stadtteil.de