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Mitreden und mitgestalten

Die wachsende Stadt gemeinsam entwickeln: Anwohner der GESOBAU-Neubauprojekte am Pankower Stiftsweg und am Stadtgut Hellersdorf bringen sich in die Planungen ein.

Wie lange ist mit Lärm und Dreck zu rechnen? Gibt esin Zukunft noch genügend Parkplätze? Platzt nun die Grundschule aus allen Nähten? Die Neubauprojekteder GESOBAU, die derzeit mit Hochdruck geplant, gebaut und bezogen werden, verändern naturgemäß viele Kieze.

Seit jeher geht die GESOBAU beiden Vorhaben, die Nachbarschaftenverdichten und neue Anforderungen an die bestehende Infrastruktur stellen, im Vorfeld mit den Anwohnern insGespräch. Seit Anfang des Jahres ist diese Partizipation durch neu beschlossene Leitlinien der sechs landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften transparent und verbindlich geregelt. Damit ist sichergestellt, dass Anwohner frühzeitig zu den Planungen informiert werden und so die Möglichkeit bekommen, ihre Wünsche und Bedenken in die Vorhaben mit einfließen zu lassen.

 

GESOBAU-Vorstand Christian Wilkens (rechts). im Gespräch bei der Vorstellung der Neubaupläne.

 

Mehr gelebte Nachbarschaft am Pankower Stiftsweg

Eines der ersten GESOBAU-Projekte,bei dem die Betroffenen nach diesen neuen Partizipationsstandards einbe- zogen werden, sind die Planungen amPankower Stiftsweg. Neun Gebäude aus den 1950er-Jahren sollen hier in den kommenden Jahren nicht nur modernisiert, sondern auch aufgestockt sowie durch Neubauten erweitert werden. Das Vorhaben verändert also vor allem das unmittelbare Wohnumfeld der rund 600 Bewohner der Anlage. Und so waren es vor allem Mieterinnen und Mieter der GESOBAU und nur wenige Anlieger, die sich imFrühjahr in drei »Nachbarschaftsgesprächen« über die geplanten Maßnahmeninformierten. »Das Interesse war riesig«, freut sich Daniel Kautz, Projektleiter bei der GESOBAU. »Rund 50 Prozent der Bewohner wollten dabei sein – das ist eine ungewöhnlich hohe Quote bei solchen Veranstaltungen.«

Zunächst ging es um die Modernisierung. »Natürlich wollten alle wissen, was mit der eigenen Wohnung passiert«, so Kautz. Sie erfuhren dabei auch, dass die GESOBAU ihre Mieter aktiv dabei unterstützt, eine andere Wohnung zu finden, wenn sie nicht in ihrer Wohnung bleiben möchten. »Viele Bewohner wohnen einige Jahrzehnte hier. Für sie ist auch die Barrierefreiheit im Alter ein großes Anliegen«, berichtet der Projektleiter weiter. »In vielen Fällen können wir barrierefreie Wohnungen in einem anderen Neubauprojekt ganz in der Nähe anbieten.« Denn an den Bestandsgebäuden lasse sich aus baulichen Gründen beispielsweise kein Fahrstuhl installieren.

Viele Anregungen, die in diesem Rahmen von den Anwohnern vorgetragen wurden, werden nun mit an die Planer gegeben. »Oft kam zur Sprache, dass die Bewohner die Umgestaltung als Chance sehen, in Zukunft mehr Nachbarschaft zu leben«, so Daniel Kautz. So stehen jetzt mehr Sitzmöglichkeiten in den Außenanlagen, Hochbeete zum gemeinsamen Gärtnern und vielleicht auch Räume für einen Nachbarschaftstreff in einem der Neubauten auf der Wunschliste. Bis zum Spätherbst soll es auf dieser Basis erste konkrete Entwürfe der Architekten geben. Zur Präsentation werden Bewohner und Anwohner dann wieder eingeladen.

 

 

Hellersdorfer freuen sich auf das neue Stadtgut

Auch zum bislang größten Wohnbauprojekt der GESOBAU rund um das historische Stadtgut Hellersdorf wurde im Frühjahr auf einer Informationsveranstaltung interessierten Anwohnern erstmals der Bebauungsplan vorgestellt. Zudem gab es drei Workshops, bei denen konkrete Ideen zum zukünftigen Leben, Arbeiten und Wohnen auf dem Gut entwickelt wurden. Doch obwohl sich das Stadtgut und der umliegende Kiez durch die rund 1.250 neuen Wohnungen nachhaltig verändern werden, gab es überwiegend positive Rückmeldungen. Das berichtet Lukas Hellwig, der für die GESOBAU das Partizipationsverfahren begleitet. »Insbesondere unser Vorhaben, das historische Stadtgut aus dem Dornröschenschlaf zu wecken, kommt bei den Anliegern sehr gut an«, so Hellwig.

 

Besucher im Gespräch mit einem Mitarbeiter der GESOBAU.

 

Außerdem wäre positiv aufgenommen worden, dass die GESOBAUausschließlich Mietwohnungen baut, darunter rund 30 Prozent geförderte Wohnungen für einkommensschwächere Berlinerinnen und Berliner. Da diese über das ganze Projekt verteilt werden, sei eine soziale Durchmischung gewährleistet. »Viele Anwohner interessierten sich für nachhaltige Aspekte unseres Vorhabens«, berichtet Hellwig weiter. So seien naturnahe Freiflächen ebenso gewünscht wie Angebote und Projekträume, die mithelfen, die Nachbarschaft sozial zu vernetzen.

Befürchtungen, der verdichtete Kiez könne einen Mangel an Kita-, Schul- und auch Parkplätzen aufweisen, konnten bei den Veranstaltungen zerstreut werden. Im Bauprojekt entsteht eine Kita, der Bezirk erweitert die umliegenden Schulen, und neue Stellplätze sowie zwei Parkgaragen sorgen dafür, dass auch die Fahrzeuge der Zuzügler Platz finden.

Die vielen weiteren Neubauprojekte der GESOBAU sind hier übersichtlich zusammengestellt:www.gesobau.de/neubau


Text: Peter Polzer

Fotos: Thomas Rafalzyk, GESOBAU

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Von peter.polzer,
27.06.2018