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Mit der Rikscha durch den Kiez

MÄRKISCHES VIERTEL

von Maria Carolina Wölfle

Das Gefährt hat drei Räder und eine ziemlich gemütliche Rückbank. Etwas unbequemer sieht der Sattel aus, auf dem Hadrian Loreille Platz genommen hat. Doch der 25-Jährige winkt ab. „Die Rikscha ist leicht zu fahren, und man sitzt gut darauf“, sagt er, als er ein Modell ausprobiert.

Dann erzählt er von dem neuen Projekt der GESOBAU, das gemeinsam mit dem Netzwerk Märkisches Viertel geplant wird: mit einem Fahrrad-Taxi im Märkischen Viertel. „Im Bezirk leben viele ältere Mieter*innen, die nicht mehr so mobil sind“, sagt er. „Mit der Rikscha können wir mit ihnen zusammen den Kiez und die angrenzenden Gegenden erkunden oder einfach mal zur Familienfarm Lübars auf einen Kaffee fahren.“

Hadrian Loreille hat drei Monate lang ein Praktikum bei der GESOBAU gemacht und organisierte das Rikscha-Projekt in dieser Zeit federführend. Er ist in Paris aufgewachsen und studiert dort Umweltwissenschaften. Loreille spricht mit französischem Akzent, aber seine Wurzeln liegen in Berlin: Seine Mutter stammt aus der Hauptstadt. „Sie hat Anfang der 1970er sogar mal im Märkischen Viertel gewohnt“, erzählt er. Kennengelernt hat der junge Franzose das MV während seines Praktikums sehr gut, und er war überrascht, wie grün es ist.

Die Rikscha soll es ab 2020 geben. Wann genau, ist noch ungewiss. Geplant ist, dass sie von ehrenamtlichen Chauffeur*innen von April bis Oktober gefahren wird. Dabei sollen die Fahrer*innen und die Senior*innen nicht nur gemeinsam den Kiez erkunden, sondern sich auch austauschen und kennenlernen.

Von Susanne Stöcker,
25.09.2019

Fahren und gefahren werden

Wer mitmachen möchte, kann sich hier melden:
engagement@gesobau.de
(Stichwort: Rikscha)