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»Respektvolles Miteinander«

Mieterrat der GESOBAU: Peter Schürmann ist als eine der Stimmen des Märkischen Viertels im 7-köpfigen Mietergremium nachgerückt. »Hallo Nachbar« besuchte den kreativen Elektrotechnikmeister zu Hause.

Im letztem Herbst konnten alle Mieter der GESOBAU erstmals eine neue Vertretung wählen: Kandidaten aus sieben Wahlbezirken bewarben sich für den neuen Mieterrat, den alle städtischen Wohnungsbaugesellschaften nach dem Wohnraumversorgungsgesetz des Berliner Senats eingerichtet haben. Die gewählten Vertreter begleiten seitdem bezirksübergreifend die Entwicklung ihres Vermieters, beschäftigen sich mit den Planungen zu Neubau und Modernisierung und bringen sich bei Fragen zur Gestaltung der GESOBAU-Quartiere ein. Dabei arbeitet der Mieterrat natürlich auch mit den schon lange bestehenden Mieterbeiräten in einzelnen GESOBAU-Kiezen zusammen.

Der Elektrotechniker und dreifache Vater Peter Schürmann repräsentiert seit Kurzem neben zwei weiteren Mitgliedern das Märkische Viertel im Mieterrat. Der 49-Jährige ist großer Bastler: Auf seiner Veranda entstehen beispielsweise individuelle, bunt lackierte Fahrradeinzelstücke.

Wie lange wohnen Sie schon in einer GESOBAU-Wohnung?

Ich wohne seit zehn Jahren im Märkischen Viertel. Zunächst zwei Jahre am Senftenberger Ring, seitdem hier am Dannenwalder Weg. Ich bin ein Kind des Berliner Nordens: Aufgewachsen bin ich hier um die Ecke in der Rollbergsiedlung.

Seit Kurzem sind Sie nun Nachrücker im GESOBAU-Mieterrat.

Genau, mein Vorgänger ist nach wenigen Monaten ausgeschieden und da ich in meinem Wahlbezirk im Märkischen Viertel die zweitmeisten Stimmen hatte, wurde ich gefragt, ob ich mich nun engagieren will.

Was qualifiziert Sie für den Sitz in diesem einflussreichen Gremium?

Ich habe eine sehr offene und kommunikative Art. Mich als bunten Hund kennen in der Nachbarschaft sehr viele und alle wissen, dass ich immer ein offenes Ohr für ihre Sorgen und Wünsche habe. Das habe ich gerade erst wieder beim »Viertel Fest« erlebt.

Sie repräsentieren nun einen Teil des Märkischen Viertels im Mieterrat. Was bedeutet das?

Im Märkischen Viertel wohnen so viele Menschen auf engem Raum, da muss man respektvoll miteinander umgehen. Das fängt beim Grüßen und beim Aufhalten der Tür an und geht bis zur Achtung vor den Gemeinschaftsflächen. Diese Kultur möchte ich gerne ins Viertel, aber auch in die GESOBAU tragen. Hinzu kommt: Als Sohn einer Spanierin kann ich durchaus nachvollziehen, wie schwer Integration sein kann.

Wie könnte man das Miteinander, das Ihnen so wichtig ist, stärken?

Als Mieterrat will ich mich einbringen und fragen, wo man durch Investitionen Orte schafft, in denen Gemeinschaftlichkeit stattfinden kann.

Wie haben Sie Ihre erste Sitzung mit den sechs Mieterratskollegen erlebt?

Wir repräsentieren die ganze bunte GESOBAU-Welt, nicht nur, weil wir aus verschiedenen Kiezen kommen. Jetzt müssen wir sehen, wo wir unsere gemeinsamen Schwerpunkte sehen. Anregungen aller Mieterinnen und Mieter sind da auf jeden Fall willkommen.


Interview: Peter Polzer
Foto: Daniel Devecioglu

Von peter.polzer,
28.06.2017

IHR DRAHT ZUM MIETERRAT

1. Sprechstunde des GESOBAU-Mieterrats
6. Juli, 18–20 Uhr, Stadtteilzentrum Pankow, Schönholzer Straße 10, Pankow (in der Bücherstube, barrierefrei).

Kontakt per E-Mail an info@mieter-rat.de
oder Brief an: Mieterrat der GESOBAU AG, Wilhelmsruher Damm 142, 13439 Berlin
www.mieter-rat.de