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Mein Viertel ist meine »Burg«

1968 zogen die ersten Mieter ins neu erbaute Pankeviertel: Nun feierten 139 Bewohner, die seitdem dort leben, fünf Jahrzehnte gute Nachbarschaft mit einer Dampferfahrt auf der Spree – auf Einladung der GESOBAU.

Tausend Wohnungen mit dem neuesten Komfort, eine Kaufhalle und eine Kindertagesstätte: Die modernen Neubauwelten des Pankeviertels waren 1968/69 heiß begehrt. Schnell entstanden unter den Bewohnern der ersten Stunde enge nachbarschaftliche Beziehungen. »Als das Beste im Wohngebiet erwiesen sich die Bewohner«, erinnert sich Hertha Woitinas, Nachbarin der ersten Stunde, in der liebevoll zusammengetragenen Viertel-Chronik von Erhard Römer. »Was haben wir gemeinsam nicht alles auf die Beine gestellt! Bäume und Büsche gepflanzt und gepflegt, Haus- und Kinderfeste organisiert, kurz gesagt, viel gearbeitet und auch gefeiert.«

 

Seit 50 Jahren ein Zuhause für 1.080 Familien in Pankow: Das Pankeviertel im Wandel der Zeiten. Seit 1993 gibt der Mieterbeirat dort das Quartiersmagazin »Die Burg« heraus. Auf der Website sind die Ausgaben aus 25 Jahren archiviert (siehe unten).

 

Nach der Wiedervereinigung wurde die Anlage der damaligen WohnBau Pankow Teil der GESOBAU. Das über Jahrzehnte gewachsene Gemeinschaftsgefühl der Bewohner führte 1993 zur Gründung des ersten Mieterbeirats im Bezirk. Dieser setzt sich seitdem für gute Lebensqualität im Viertel ein und initiierte gleich zu Beginn das von engagierten Nachbarn monatlich erstellte Mietermagazin »Die Burg«, benannt nach dem englischen Sprichwort: »My home is my castle«. Es zeugt bis heute von der starken Verbundenheit untereinander.

 

 

Das Pankeviertel ist dabei keineswegs eine Retrowelt sozialistischer Wohnträume. Im Gegenteil, hier ist auch die Zukunft zu Hause. Auf dem Dach produziert seit 2017 Deutschlands größte Mieterstromanlage, ein Pilotprojekt der Berliner Stadtwerke und der GESOBAU, aus der Sonne Pankows Energie für die Bewohner und den ganzen Kiez.

 

In fünf Jahrzehnten gemeinsam viel erlebt: die Bewohner der ersten Stunde auf Jubiläumstour über die Spree.

Bis heute leben viele Bewohnerinnen und Bewohner der ersten Stunde sehr gerne im Pankeviertel. Sie alle, 139 Nachbarinnen und Nachbarn, waren von der GESOBAU an einem hochsommerlichen Septembernachmittag eingeladen zur Jubiläumsfahrt auf einem Ausflugsboot, das über die Spree schipperte. »Für viele war dies ein Ausflug, den die Mieter altersbedingt allein nicht mehr unternommen hätten«, schreibt eine Familie in ihrem Dankesbrief an die GESOBAU. »Ein paar Stunden gemeinsam mit Kiezbekannten und dazu noch Sonnenschein werden eine freudige Erinnerung sein und bleiben.«

www.dieburgpankeviertel.de


Text:  Veronika Schumann,
Fotos: Privat, Christoph Schieder, Klaus Dombrowsky

Von Redaktion,
12.12.2018