Zur Navigation springen Zur Suche springen Zum Inhalt springen Zum Fußbereich springen

Im Kiez

Willkommen im House of Queers

Der Verein „Regenbogen Reinickendorf“ schafft eine Begegnungsstätte für queere Menschen. Hier wird informiert, diskutiert – oder auch einfach nur gekniffelt

An dem ehemaligen Grenzhäuschen, etwas versteckt zwischen den riesigen Wohnblöcken am Wilhelmsruher Damm im Märkischen Viertel, flattern Regenbogenfahnen und bunte Girlanden im Wind. Sie zeigen stolz: Hier ist das „House of Queers“, der einzige Treffpunkt für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transpersonen, queere oder intersexuelle Menschen – kurz LGBTQI – in Reinickendorf.

„Es gibt sonst kein Café, keinen Club, nichts, was als sicherer Raum dienen könnte“, sagt Andreas Otto (55). Ein mageres Angebot in einem Bezirk mit über 266 000 Einwohner*innen – umso schöner, dass Otto und sein Team vor Ort Flagge zeigen. Zusammen mit sieben Verbündeten gründete er 2018 den Verein „Regenbogen Reinickendorf“ und ist seither dessen Vorsitzender. „Wir bieten Gespräche an, zum Beispiel vor einem Coming-out, klären über Krankheiten und deren Prävention auf und sind bei psychischen Problemen da“, erklärt Andreas Otto. Ein Team aus Ehrenamtlichen berät und hilft in fast allen Fragen des queeren Lebens. Aber nicht jedes Mal geht es nur um ernste Themen. Häufig wird einfach miteinander Zeit verbracht, geplaudert und Kniffel gespielt.

Nächsten Slide anzeigenVorherigen Slide anzeigen

Neues Heim mit großen Plänen

Im März dieses Jahres zog der Verein mit seinen aktuell knapp 20 Mitgliedern in das hellgelbe Häuschen, das die GESOBAU vermietet. Bezirksbürgermeister Uwe Brockhausen und rund 60 Gäste kamen zur Einweihungsfeier. Der Verein hofft, hier ein permanentes Zuhause gefunden zu haben. Ab und zu komme es zu Anfeindungen, doch davon lasse man sich nicht unterkriegen. „Umso wichtiger ist es, hier sichtbar zu sein und zu bleiben“, sagt Andreas Otto. 

Mehr Sichtbarkeit und Toleranz in der Gesellschaft – dafür engagieren sich die Mitglieder mit Infoständen auf Veranstaltungen oder selbst initiierten Spaßevents wie dem jährlichen Pumps-Race, einem Hindernislauf auf Absatzschuhen. Für die Zukunft des Vereins hat Andreas Otto große Pläne: „Wir möchten gerne eine Lesbengruppe und eine Gruppe für die Jüngeren aufbauen, um möglichst viele Menschen abzuholen.“ Gemeinsam möchte man weiter wachsen und sich gegenseitig unterstützen.

Wollen Sie das „House of Queers“ besuchen?
Für Mitglieder und Neugierige stehen die Türen aktuell jeden Montag und Dienstag von 17 bis 21 Uhr offen.

Regenbogen Reinickendorf e. V. 
info@regenbogen-reinickendorf.de
www.regenbogen-reinickendorf.de 


Autorin: Lisa-Martina Klein, Fotografin: Verena Brüning


Das könnte Sie auch interessieren

Im Kiez

Kiezspaziergang: „Das ...

Sascha Biss lebt gern in Karow. Sooft es geht, ist er draußen bei den Karower Teichen. Doch auch im Ort selber findet er ...

Weiterlesen
Kiez Spazier Gang
Trotz der kälteren Temperaturen ist Sascha Biss gerne in der Natur unterwegs: Die nahe gelegenen Wälder und Teiche Karows sind für ihn ein wichtiger Ausgleich zum Alltag
Im Kiez

Eine Wohnung, die aufpasst  ...

Technik für Komfort und Sicherheit: In der ersten Musterwohnung des Projekts Pflege@Quartier zeigen GESOBAU und ...

Weiterlesen
Technik für Komfort und Sicherheit in der Wohnung
Im Kiez

Wohnen am Park

Leben in der Stadt oder doch lieber im Grünen? In den »Pankower Gärten« geht beides.

Weiterlesen
Leben in der Stadt oder doch lieber im Grünen? In den »Pankower Gärten« geht beides