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Der Verein Salam e. V.

Im Kiez

Salam bedeutet Frieden

Der Verein Salam e. V. im Wedding bietet soziale Beratung für Erwachsene an

Salam e. V. steht in weißer Schrift auf blauem Grund über der Eingangstür an der Buttmannstraße 9 a im Wedding. Es ist viel los hier an diesem Freitag Ende Oktober. Etliche junge Menschen sind zur Beratung angemeldet und warten auf ihren Termin. Andere sind einfach so vorbeigekommen, um ein wenig zu schwatzen. Es gibt Tee, Kaffee oder Wasser, die Atmosphäre ist familiär.

„Salam ist ein arabisches Wort, es bedeutet Frieden“, sagt Ibrahim Alsayed. Er und einige Freund*innen haben vor acht Jahren in der Buttmannstraße zunächst ein Nachbarschaftscafé aufgemacht. „Seit 2011 kamen immer mehr Geflüchtete nach Berlin, darunter viele Menschen aus Syrien und dem Nahen Osten. Wir wollten helfen, Integration zu unterstützen“, sagt Alsayed. 2015 seien dann täglich bis zu 30 Leute ins Café gekommen. „Wir haben sie zu ihren Unterkünften begleitet oder Fragen geklärt.“ Um noch wirksamer tätig sein zu können, haben sie Ende 2015 dann den Verein gegründet.

Ibrahim Alsayed ist Biostatistiker. Er ist 2005 aus Syrien nach Berlin gekommen, um an der Humboldt-Universität zu promovieren. Wegen des Krieges in seiner Heimat ist er dann geblieben und hat später eine Fortbildung zum Bildungsberater gemacht. Im Verein bietet er Bildungs­beratung für Erwachsene an. Soziale Beratung ist ein Schwerpunkt der Arbeit des Vereins. Es geht um Fragen zur Ausbildung oder zum Aufenthaltsrecht; um Hilfe beim Ausfüllen von Anträgen für die Krankenkasse oder das Jobcenter. Viele brauchen auch Unterstützung beim Übersetzen amtlicher Briefe. Bei Jugendlichen sind vor allem die Sportangebote wie Fußball sehr gefragt.

Ein weiteres wichtiges Projekt des Vereins heißt „Slalom“, es wird vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge finanziert. „Ziel ist es, junge Geflüchtete über die Kulturunterschiede zwischen ihrem Herkunftsland und Deutschland aufzuklären“, sagt Ibrahim Alsayed. Es gehe um Fragen der Identität, um Werte und Toleranz, um gesellschaftliche Teilhabe. Künftig wollen sie auch Nachhilfe für Schüler*innen anbieten. Gerade wird nach einer Finan­zierung für dieses Vorhaben gesucht. „Aufgrund der Schulschließungen während der Coronapandemie haben viele Kinder große Wissens­lücken“, meint Alsayed. Es sei wichtig, zu helfen.

Salam Kultur- und Sportclub e. V.

Buttmannstraße 9 a
13357 Berlin
030/23914409 
www.salamkulturclub.de


Aufmacherbild: Ibrahim Alsayed (rechts) und sein Team stehen für Anliegen aller Art zur Verfügung: Sie helfen bei Anträgen, möchten aber auch zur Integration beitragen und Bildung ermöglichen; Foto: Verena Brüning


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