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Spielplatz
Im Kiez

Spielplätze fürs Märkische Viertel

Spielplätze können die Kreativität anregen, Treffpunkte sein und Freiräume für viele Generationen bieten. Aber wie plant und baut man eigentlich einen Spielplatz? Wir haben mit Karl Wefers darüber gesprochen. Er ist Geschäftsführer des Berliner Landschaftsplanungsbüros SWUP und kümmert sich im Auftrag der GESOBAU um die Gestaltung und Instandhaltung der Außenbereiche im Märkischen Viertel – auch um die Spielplätze

Herr Wefers, in welchem Umfang entstehen neue Spielplätze im Rahmen des geplanten Umbaus?
Wir sind dabei, einige größere und mehrere kleinere Spielplätze neu einzurichten beziehungs­weise zu erneuern. Auch Bolzplätze werden saniert. Für Jugendliche und Erwachsene entsteht ein Calisthenics-Park, also Fitness­geräte für draußen. Vor allem jetzt, wo Fitness­studios geschlossen haben, werden sie sehr gerne genutzt. Außerdem planen wir eine Parcours-Anlage für größere Kinder mit Mauern und Geländern, auf denen sie herum­springen können. Bei den Spielplätzen für die Kleinen setzen wir auf fantasie­volle Themen­welten wie Burgen oder Steine und Felsen, einschließlich einer Kletter­anlage.

Wie stellen Sie sicher, dass die Spielplätze altersgerecht sind?
Die Spielgeräte für Kleinkinder sind so konzipiert, dass Älteren schnell langweilig wird und sie sich einen anderen Ort zum Spielen suchen. Umgekehrt sind Spiel­geräte für Ältere für die Kleinen nicht so einfach erreichbar. Das reguliert sich im besten Fall also von selbst. Problematisch wird es, wenn Eltern ihre Kinder auf ein Kletter­gerüst heben, das eigentlich noch nicht für sie gemacht ist. Dann ist die Sicherheit nicht mehr gewährleistet.

Wie sorgen Sie dafür, dass die Spielplätze sicher sind?
Für Kinder nicht sofort erkennbare Gefahren sollten vermieden werden. Das bedeutet, dass etwa der Untergrund einen möglichen Fall dämpfen können muss, beispiels­weise durch eine Kunst­stoff­fläche oder Sand. Es gibt Normen, wie Spielgeräte gebaut sein müssen, damit das Risiko für Unfälle gering ist. Sie legen auch fest, wie weit sie voneinander entfernt stehen müssen. In der Regel sind es eineinhalb Meter, bei Rutschen oder Schaukeln etwas mehr. Wir benutzen gerne Kombigeräte, also Spielgeräte mit mehreren Funktionen. Sie werden von den Anbietern speziell nach unseren Vorstellungen zusammengestellt.

Wie gehen Sie bei der Planung eines Spielplatzes vor?
Bei einigen Flächen im Märkischen Viertel sind die Umrisse durch eine Sand- oder Kunststoff­fläche bereits definiert. Bei anderen ist das durch die restliche Planung der Fläche etwas stärker vorgegeben. Wir wählen dann für die Altersgruppen entsprechende Spiel­geräte aus. Dabei achten wir auf einen hohen Spielwert – die Geräte sollen für die Kinder spannend sein. Per Hand oder am Computer skizzieren wir dann, wie sie angeordnet werden sollen.

Welche Bedeutung haben Spielplätze für das Zusammen­leben im Märkischen Viertel?
Spielplätze sind wichtige Treffpunkte für die Nachbarschaft. Gerade junge Familien lernen sich dort kennen. Es entstehen Kontakte, die oft jahrelang halten – die sprich­wörtlichen Sand­kasten­freundschaften.


Autorin: Judith Jenner; Aufmacherbild: Animation eines möglichen Spielplatzes: Hier gibt es Spielgeräte, die von unterschiedlichen Altersgruppen genutzt werden können, Foto: Renderings, SWUP


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