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Spende fürs Viertel: Mieter Johannes Meyer errichtet neuen Ruheort am Mittelfeldbecken

Im Kiez

Rast und Ruh

Spende fürs Viertel: Mieter Johannes Meyer errichtet neuen Ruheort am Mittelfeldbecken. Für Spaziergänger und in Gedenken an Sylvie.

Wenn Spaziergänger am Mittelfeldbecken eine Pause einlegen und sich auf »seine« Bank setzen, dann huscht Johannes Meyer ein zufriedenes Lächeln übers Gesicht. Manchmal setzt er sich dazu, doch selten bleibt er dabei unerkannt. An der robusten Sitzbank aus Stahl, die neben dem noch zarten Vogelbeerbaum steht, hängt gut sichtbar ein Foto von ihm und seiner verstorbenen Ehefrau. Darauf zu lesen: »Sylvie’s Ruh«. 

3.000 Euro spendete der 82-Jährige nach dem Tod seiner Frau im letzten Jahr an den Bezirk Reinickendorf für die Bank und den Vogelbeerbaum am Mittelfeldbecken sowie zwei Hainbuchen am nahe gelegenen Seggeluchbecken. »Die Menschen sollen die Möglichkeit haben, sich beim Spazierengehen auszuruhen«, erklärt der GESOBAU-Mieter. Als seine Frau krank wurde und weite Spaziergänge nicht mehr möglich waren, hätten ihnen solche Ruheorte gefehlt. Auch wenn der rüstige Rentner aus dem Erzgebirge selbst noch gut zu Fuß ist: Die Bank ist mehr als nur eine Sitzgelegenheit. Für Johannes Meyer ist sie ein persönlicher Gedenkort.

Ein Bild an der Bank von Johannes Meyer und seiner Frau

Erinnerungen: Johannes Meyer hat die gespendete Bank mit einem Bild und einer kleinen Gedenktafel versehen

Foto: Daniel Devecioglu
Ein idyllischer Ort am See

Verträumte Aussicht: Johannes Meyer will mit seiner Bank einen Erholungsort für andere Spaziergänger schaffen.

Foto: Daniel Devecioglu

Mit seiner großzügigen Spende hat der Diplom-Ingenieur nicht nur für die Menschen im Märkischen Viertel etwas Gutes getan. Auch der Bezirk bedankte sich für das selbtslose Engagement des Anwohners: »Dass Sie unsere Grünanlage so bereichern, finden wir eine wunderbare Idee«, betonte Bezirksstadträtin Katrin Schultze-Berndt im April bei der feierlichen Einweihung der Spende am Mittelfeldbecken.

»Ein echter Märker«

Und noch etwas macht Meyers Engagement so besonders: 50 Jahre lang war der GESOBAU-Mieter in Pankow verwurzelt, erst 2012 zog es das Ehepaar ins Märkische Viertel. Altersgerechtes Wohnen, die grüne Umgebung und die kurzen Wege hatten sie überzeugt. Angekommen ist Johannes Meyer im Märkischen Viertel schon lange. Das ist jetzt auch für andere sichtbar. »Es ist schön zu sehen, dass Sie etwas für Ihre Umgebung tun und sich mit dem Viertel identifizieren«, findet Irina Herz, GESOBAU-Geschäftsbereichsleiterin im MV, und fügt stolz hinzu: »Sie sind ein echter Märker geworden!«


Foto: Daniel Devecioglu


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