Zur Navigation springen Zur Suche springen Zum Inhalt springen Zum Fußbereich springen
Doreen Lenz inmitten des großen Angebots der Stadtteilbibliothek im Märkischen Viertel

Im Kiez

Bibliothek zum Mitnehmen

Pädagogische Arbeit ist ein Schwerpunkt der Stadtteilbibliothek im Märkischen Viertel

Eine Bibliothek, in der man nicht nur Bücher, sondern auch Koffer ausleihen kann? Doreen Lenz nickt. Sie ist Leiterin der Stadtteilbibliothek im Fontane-Haus am Wilhelmsruher Damm 142 c. In der Kinderabteilung ihres Hauses zeigt sie uns verschiedene silberne Koffer, in denen Bücher, Spiele, Bildkarten und Figuren zusammengepackt sind, geordnet nach Sachthemen wie Ernährung, Jahreszeiten oder Sprache.

„Bib to go“ heißt dieses Angebot, das die Mitarbeiter*innen der Bibliothek während der Coronapandemie ins Leben gerufen haben. Denn in dieser Zeit konnten sie kaum direkt mit Kindern arbeiten, deshalb erfanden sie die Koffer. Diese können sich Kitas, Grundschulen, aber auch Familien aus­leihen, um dann den Kindern vor Ort aus den Büchern vorzulesen und mit ihnen neue Geschichten zu erfinden. Dabei dreht sich immer alles um ein bestimmtes Thema. „Wir haben darauf geachtet, dass es keiner großen Vorbereitungen bedarf, um mit den Materialien zu arbeiten“, sagt Lenz.

Der Bildungsverbund Märkisches Viertel und die GESOBAU-Stiftung unterstützen das Kiezprojekt. Die Mittel ermöglichen es, die „Bib to go“-Pakete zu vervielfältigen, um den Bestand aufzustocken. Seit ihrer Gründung vor fast 50 Jahren ist die pädagogische Arbeit ein Schwerpunkt der Stadtteilbibliothek. Mit Veranstaltungen wie den wöchentlichen Vorlesenachmittagen, Kunstprojekten oder Puppentheatervorstellungen wollen die Mitarbeiter*innen die Lesefähigkeit oder die Sprachbildung der Kinder in den lokalen Kitas und Schulen fördern.

Gleichzeitig ist die Bibliothek mit ihren gemütlichen Räumen ein beliebter Aufenthaltsort für Kinder und Jugend­liche. „Sie treffen sich hier, um zu quatschen, Hausaufgaben zu machen oder unsere Computer zu benutzen“, sagt Lenz. Dazu sei nicht einmal ein Benutzerausweis nötig. Insgesamt stehen den Besucher*innen in der Stadtteilbibliothek 27.000 Medien zur Verfügung – Zeitschriften, Romane, Hörspiele, Filme, Konsolenspiele und konventionelle Spiele sowie Streaming-Angebote. Um auch Erwachsenen den Zugang zu erleichtern, übernimmt die GESOBAU den jähr­lichen Bibliotheksbeitrag für ihre Mieter*innen. Kinder und Jugendliche sind allerdings die stärkste Gruppe unter den Nutzer*innen. 60 Prozent aller Entleihungen entfallen auf diesen Bereich – kein Wunder bei dem tollen Angebot!

Bibliothek im Märkischen Viertel

Wilhelmsruher Damm 142 c
13439 Berlin
030 902943833 
www.berlin.de/stadtbibliothek-reinickendorf/bibliotheken/


Aufmacherbild: Einladend: Doreen Lenz inmitten des großen Angebots der Stadtteilbibliothek im Märkischen Viertel. Sie und ihr Team sind stetig dabei, den Bestand zu erweitern; Foto: Verena Brüning


Das könnte Sie auch interessieren

Im Kiez

Neue Heimat

Gisela Wille ist 83 Jahre alt, den Großteil ihres Lebens verbrachte sie im Märkischen Viertel. Heute lebt sie im ...

Weiterlesen
Seniorin Gisela Wille
Im Kiez

Tauschen statt Wegwerfen  ...

In Weißensee steht seit kurzem eine BücherboXX. Das ist eine umgebaute Telefonzelle, in der Bewohner*innen umsonst ...

Weiterlesen
nur online
Bücherboxx im Hansaviertel