Zur Navigation springen Zur Suche springen Zum Inhalt springen Zum Fußbereich springen
Kartenausschnitt Berlin Wedding
Im Kiez

Den Wedding entdecken

2011 ging das Kiezportal Weddingweiser.de online. Auf der Website, aber auch in einem Newsletter und in den sozialen Medien berichtet das ehrenamtliche Redaktionsteam über Gastronomie, Kultur und Veranstaltungen. Im Interview erzählt Gründer Joachim Faust, warum es sich lohnt, den Wedding zu erkunden und was den Bezirk für ihn lebenswert macht

Wie kamen Sie auf die Idee, Weddingweiser.de zu gründen?
Joachim Faust: Es begann damit, dass ich vom Ortsteil Gesundbrunnen in den Ortsteil Wedding zog. Während Gesundbrunnen sehr lebendig und kulturell vielfältig ist, empfand ich Wedding als ein bisschen langweilig. Meine Motivation war, die schönen Sachen, die ich in meiner neuen Wohngegend entdeckte, aufzuschreiben – eine Orientierungshilfe für den Wedding und eine gute Möglichkeit für Läden und Restaurants, bekannter zu werden. Vielen Leuten gefiel das anscheinend, ich bekam sehr positive Rückmeldungen.

Was gibt es denn im Wedding zu entdecken?
Während man an den großen Straßen mit ihrer immer gleichen Struktur aus Döner- und Handyläden früher wenig Interessantes fand, gab es in den Nebenstraßen immer schon viele besondere Orte wie das „Eiscafé Kibo“, die Crêperie und Kellerbar „Malör“ oder einfach kleine Manufakturen. Inzwischen tut sich auch an den Hauptverkehrsstraßen etwas. In unseren monatlichen Redaktionssitzungen tauschen wir uns über unsere Entdeckungen aus und entscheiden dann, was wir online stellen.

Wie kann man bei Weddingweiser.de mitmachen?
Wer einen Tipp oder ein interessantes Thema hat, kann uns eine E-Mail schreiben. Oft fragen wir die Leser und Leserinnen auch auf Facebook oder im Newsletter nach den besten Eisdielen, Bäckereien oder Frühstückscafés. Im Newsletter verlosen wir regelmäßig Gutscheine für Geschäfte oder Restaurants. Unsere Facebookgruppe „Weddingweiser Pinnwand“ hat inzwischen mehr als 13.000 Mitglieder. Sie geben einander Ratschläge, bieten ihre Hilfe an und tauschen sich aus. Wir haben auch schon einige Veranstaltungen ausgerichtet, zum Beispiel einen Abend mit Wedding-Filmen im City Kino oder einen Kurzfilmwettbewerb. Wer uns unterstützen möchte, kann das mit einer Spende von 2, 5 oder 15 Euro pro Monat tun. Das Geld deckt unsere Kosten. Wenn etwas übrigbleibt, spenden wir es an soziale Projekte. 

Was macht den Wedding für Sie besonders lebens- und liebenswert?
Ich glaube, das ist diese Entspanntheit. Der Wedding ist nicht so aufgeregt und überdreht wie andere Innenstadtbezirke. Gleichzeitig sind viele Gegenden sehr grün. Für diese Innenstadtlage ist das schon einzigartig. 

Was sind Ihre Lieblingsorte im Wedding?
Ich mag die Ecke See- und Müllerstraße. Hier spürt man echte Großstadtatmosphäre. Da reihen sich Friseure, Blumengeschäfte und Fitnessstudios neben einem Kino und Bars zum Ausgehen. Als ruhigen Ausgleich kann ich den Plötzensee empfehlen. 


Interview: Judith Jenner, Aufmacherbild: Simply Maps


Das könnte Sie auch interessieren

Im Kiez

Das Tor zum Norden  ...

Industriehallen, eine Telefonzelle aus London und Wasserbüffel am Fließ: Auf einer Fahrradtour durch Borsigwalde und ...

Weiterlesen
Im Kiez

Lernen von Zeitzeugen  ...

Schüler der Moselgrundschule tauschen sich mit Senioren aus der Neumagener Straße im Generationenprojekt »Oral History« ...

Weiterlesen
Im Kiez

Wohnungen statt Büros  ...

Um zusätzlichen Wohnraum zu schaffen, gibt es neben dem Neubau noch eine weitere Möglichkeit: die Umnutzung leer ...

Weiterlesen
Im Kiez

Stolpersteine in den ...

Erinnerung an die Familie Jacobsohn, die 1941/1942 in Niederschönhausen deportiert und ermordet wurde.

Weiterlesen