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Im Herzen der Stadt

Zwei der drei neuen Mehrfamilienhäuser in den »Uferhöfen« sind bereits komplett vermietet. Auch für das letzte Haus an der Panke gehen die Wohnungen jetzt auf den Markt.

Holger Lühr ist viel zu Fuß unterwegs. »Vor allem wegen Lena«, sagt der 42-Jährige und deutet auf die quirlige, weiß-braun-gescheckte Jack-Russell-Dame neben sich. Bei einem seiner Spaziergänge mit dem Hund entlang der Panke stieß er auf die »Uferhöfe«, das erste eigene Projekt der 2014 gestarteten GESOBAU-Neubauoffensive. »Das war purer Zufall«, erzählt der Mann mit der akkuraten Kurzhaarfrisur und dem freundlichen Lächeln. »Ich habe das Bauschild entdeckt und gegoogelt, was da an Ufer- und Bornemannstraße gebaut wird – 180 Wohnungen in drei Mehrfamilienhäusern.« Das war im Mai vorigen Jahres. Anfang Januar 2017 ist Lühr mit seinem Partner Hristiyan Mihov (29) ins Haus C der Uferhöfe eingezogen. In eine Zweieinhalbzimmer-Wohnung im vierten Stock der Bornemannstraße 14a. Fast am gleichen Tag bezog zwei Etagen tiefer Gertrud Brendel ihr neues Heim. Traditionell mit Brot und Salz hieß die GESOBAU-Geschäftsbereichsleiterin Irina Herz die drei Erstmieter willkommen.

 

AUF DEM WEG ZUR LANGERSEHNTEN WOHNUNG

»Schauen Sie mal – unsere Kochinsel«. Nicht nur Holger Lühr und Hristiyan Mihov sind begeistert von dem nagelneuen weißen Küchenblock. »Unsere Freunde finden diese offene Küche auch g anz toll«, e rzählt Lühr. Da werde man künftig häufiger zusammen kochen. 20 Jahre lang lebte Lühr in einer Zweizimmerwohnung im Sprengelkiez, »zu Fuß eine Viertelstunde von hier entfernt«, die letzten sechs Jahre gemeinsam mit Mihov. Schon länger hatte sich das Paar überlegt, in eine größere Wohnung umzuziehen. Gern in einen Neubau. »Des Komforts wegen.« Spontan ließen sich die beiden bei den Uferhöfen auf die Interessentenliste setzen. Im Juni 2016 lud sie die GESOBAU zum Richtfest ein. »Schon die unfertigen Wohnungen fanden wir super«, sagt Hristiyan Mihov. Ende September dann der Anruf der GESOBAU, ob sie Lust hätten, sich die Musterwohnung anzuschauen. Hatten sie. Und freuten sich riesig, als sie die Zusage für die lang ersehnte 2,5-Zimmer-Wohnung bekamen. »Wir haben einen wunderbaren freien Blick«, schwärmt Lühr. Und hofft, dass es bald warm genug ist, um den Balkon zu nutzen – »nach Süden ausgerichtet, da kriegen wir richtig Sonne«. Auch das Wohnumfeld gefällt dem Paar. »Der Gesundbrunnen-Kiez ist ja seit Längerem Heimat für die Berliner Kunst- und Kulturszene«, sagt Lühr und verweist auf die Uferhallen mit ihrem vielfältigen Kulturangebot. »Bars und Cafés sind nur wenige Schritte von unserer Haustür entfernt, ebenso Einkaufsmöglichkeiten und Grünanlagen wie der Humboldthain.« Zu den Freunden im Sprengelkiez sei es nicht weit. Der Mauerpark, den die beiden Männer sehr mögen, ist schnell erreicht. Ebenso Lührs Arbeitsplatz. Seit 18 Jahren ist er bei einer Tourismusgesellschaft am Potsdamer Platz angestellt. »Da komme ich problemlos mit der S-Bahn hin.« Aber viel lieber fährt er mit dem Rad.

 

Helle, gut geschnittene Räume bieten viel Platz für eine individuelle Einrichtung.

GUTE NACHBARSCHAFT

Wie auch Gertrud Brendel. Ihr Auto hat die 68-Jährige abgeschafft, als sie 2013 aus der Pfalz nach Berlin zog. Dass sie ihr Fahrrad auf dem überdachten Stellplatz im Innenhof abstellen kann, gefällt ihr. Auch wenn sie den Drahtesel jetzt nicht mehr so oft nutzt wie bisher. Denn ihr Sohn wohnt nur eine Straße weiter – der Hauptgrund dafür, dass die Rentnerin aus der Ungarnstraße in die Uferhöfe umzog. »Je näher wir zusammen wohnen, umso besser kann er sich um mich kümmern.« Die Wohnung mit ihren breiten Türen sei behindertengerecht. Falls sie doch mal irgendwann auf eine Gehhilfe angewiesen sein sollte. »Man will ja nicht den Teufel an die Wand malen – aber es ist besser, das rechtzeitig zu bedenken.« Auf ihrem Balkon will sie im Sommer Kräuter zum Kochen ziehen. Und Pflanzen aufstellen. Grün ist auch Holger Lühr wichtig: »Wir wohnen im Herzen der Stadt und doch wie am Stadtrand.« Dass die GESOBAU Beete im Innenhof von den Mietern gestalten lassen will, freut ihn. »Obwohl ich kein talentierter Gärtner bin.« Aber da böte sich sicher eine gute Gelegenheit, mit Nachbarn ins Gespräch zu kommen. »Auf unserer Etage haben wir uns schon gegenseitig eingeladen, um die Wohnungen zu zeigen.«

 

 

VERMIETUNGSSTART DER LETZTEN WOHNUNGEN

Haus C der Uferhöfe ist komplett vermietet. Die Nachfrage sei groß gewesen, Ausstattung und Lage hätten überzeugt, sagt Mandy Frick, Leiterin der Vermietung bei der GESOBAU. Für die 27 Wohnungen im Haus B sind sämtliche Mietverträge ebenfalls bereits unterzeichnet, Anfang Februar zogen die ersten Mieter ein. »Im März sind wir mit dem dritten Mehrfamilienhaus – den 133 Wohnungen im Haus A an der Uferstraße – auf den Markt gegangen«, berichtet Irina Herz, Leiterin des GESOBAU-Bestandes in Reinickendorf, Mitte und Charlottenburg-Wilmersdorf. »Interessenten können sich gerne bei unseren Vermietungsbüros melden.« Viel Zeit sollten sie sich allerdings nicht lassen, denn bezahlbarer Wohnraum in attraktiver Lage ist begehrt. Und Anfang Juni sollen auch hier die Möbelwagen vorfahren. »Wie bei den bereits vermieteten beiden Mehrfamilienhäusern wünschen wir uns auch für die letzten Wohnungen einen Mix aus Familien und Singles jeden Alters, Senioren und Studenten«, sagt Mandy Frick. Die Wohnflächen der 1,5- bis 4,5-Zimmer-Wohnungen variieren zwischen 36 und 118 Quadratmetern. Das Gros ist barrierearm und überwiegend per Aufzug zu erreichen. Von den insgesamt 180 Wohnungen der Uferhöfe werden 57 öffentlich gefördert – aus der Wohnungsbauförderung des Berliner Senats – und für durchschnittlich 6,50 Euro pro Quadratmeter vermietet.


Text: Katrin Starke

Fotos: Lia Darjes, Thomas Bruns

Von Susanne Stöcker,
29.03.2017