Gesobau

Tradition am Bau

Es gibt Rituale am Bau, die noch heute von großer Bedeutung sind. Bis 2026 wird die GESOBAU 12.500 Wohnungen für Berlin bauen. Das wird ein Kraftakt, bei dem wir als Bauherren nicht vergessen, auch allen Beteiligten zu danken. Eine Einführung in die Chronologie der Baurituale.

SPATENSTICH

Sind das Grundstück gekauft und die Bebauungspläne der Architekten freigegeben, wird der Bauauftakt mit einem Spatenstich für einen unfallfreien und reibungslosen Ablauf des Baus gefeiert. Hier heben künftige Haus- und Gebäudebesitzer und alle anderen Baubeteiligten mit einem Spaten erstmals eine Schaufel Erde aus dem Bauland, um es in Besitz zu nehmen und als Zufluchtsort und Heimstätte zu schützen. Wie zu allen Baufesten werden zum Spatenstich einfache, rudimentäre Speisen und Getränke gereicht. Nach dem Spatenstich wird die Baugrube ausgehoben, früher mit Einsatz von zahlreichen Spaten, heute mit Hilfe der Bagger. Dennoch gilt heute wie damals, dass mit einem festlichen Spatenstich der Bau offiziell begonnen wird.

Spatenstich Am Schlosspark

Einen unfallfreien und planmäßigen Ablauf des Baus wünschten sich auch Lars Holborn, Prokurist der GESOBAU, und Bezirksbürgermeister Matthias Köhne, als sie Anfang Oktober gemeinsam den ersten Spatenstich für 26 Mietwohnungen auf dem Grundstück Am Schloßpark 30/32 setzten. Im grünen Herzen Pankows, an zentraler und geschichtsträchtiger Stelle in unmittelbarer Nähe zum Schlosspark Schönhausen, entstehen auf einem Grundstück von ca. 2.500 m² bis Ende nächsten Jahres 26 zwischen 58 und 121 m² große Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen zur Vermietung zu Nettokaltmieten ab 7,50 €/m². Die Neuplanung des Wohngebäudes orientiert sich an der Architektur des Wohnumfelds.

»Damit schafft die GESOBAU für einen der begehrtesten Bezirke Berlins ein weiteres Angebot, das zeigt, dass bezahlbares Wohnen auch in einem Neubau möglich ist. Gerade für einen so familienreichen Bezirk wie Pankow ist das immens wichtig, um weiterhin die gute soziale Mischung erhalten zu können, die das Wohnen und Leben hier so attraktiv macht«, sagte Bezirksbürgermeister Matthias Köhne am Festtag.

Unweit des Grundstücks steht das Schloss Schönhausen – ein preußisches Schloss, an dessen Gebäudebiografie die Episoden der deutschen Geschichte wie an keinem anderen Schloss ablesbar sind. Von der preußischen Sommerresidenz und Nutzung als zentrales Depot für »Entartete Kunst« über den Amtssitz eines Staatsoberhaupts und oberstes Regierungegebäude der DDR bis zum Gästehaus für hochrangige Staatsgäste war das Schloss in unterschiedlicher Nutzung. Seit 2009 ist es als Museum der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg für den regulären Besucherverkehr geöffnet.

Der Schlosspark gilt als Filetstück in der Berliner Immobilienbranche. Umso wichtiger ist es, dass auch hier kommunale Wohnungen entstehen. »Unserer Verantwortung als Bauherr wollen wir natürlich gerecht werden, deshalb haben wir das Konzept sehr eng und unter Berücksichtigung des bestehenden Umfeldes mit dem Bezirk abgestimmt. Auf dem Grundstück entstehen reguläre Wohnungen für den Berliner Markt. Den Flüchtlingen werden wir an anderer Stelle gemeinsam mit dem Berliner Senat in speziellen wohnungsbaulichen Maßnahmen unsere vollste Unterstützung zusichern«, sagte GESOBAU-Prokurist Lars Holborn vor mehr als 50 Gästen, die trotz des nasskalten Herbstwetters am Spatenstich teilnahmen.

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GRUNDSTEINLEGUNG

Im bunten Reigen der traditionellen Baufeste folgt nach dem Spatenstich und dem Aushub der Baugrube die Grundsteinlegung. Hier wird meist ein hohler Grundstein mit alltäglichen Gebrauchsgegenständen in einer Zeitkapsel gefüllt, mit einem Grundsteinspruch gesegnet und in das Fundament des Hauses eingelassen. Traditionell schließt ein Schlag mit dem Hammer auf den Grundstein die Zeremonie ab.

Grundsteinlegung Uferhöfe

Unsere erste Grundsteinlegung nach rund 15 Jahren feierten wir Ende September in den Uferhöfen. Auch hier wurde ein hohler Grundstein mit einer Zeitkapsel befüllt. Die vier Festredner, Andreas Geisel, Senator für Stadtentwicklung in Berlin, Dr. Christian Hanke, Bezirksbürgermeister von Mitte, Jörg Franzen, GESOBAU-Vorstandsvorsitzender, und die Entwurfsarchitektin Julia Dahlhaus als Vertreterin des Generalübernehmers Arge BOR GmbH/DMSV legten Kupfermünzen, eine Tageszeitung, Informationsbroschüren zur Neubauoffensive der GESOBAU und Baupläne des Hauses als Symbole für Wohlstand und Sicherheit in die Zeitkapsel, verbunden mit guten Wünschen für das Haus und seine Bewohner. Unter Jazzklängen wurde die Zeitkapsel in das Fundament der Uferhöfe eingelassen. Zum Abschluss sprach der Polier einen Grundsteinspruch und besiegelte mit einem kräftigen Hammerschlag Glück und Wünsche für Haus und Bewohner.

Doch bevor die Bebauung des Grundstücks an der Uferstraße möglich war, musste der zu weiche Baugrund mit Pfählen stabilisiert werden. Hierzu wurden in über sieben Wochen rund 425 Stahlbetonpfähle in den Boden gepresst. Die Anstrengung hat sich gelohnt: Am begrünten Ufer des Weddinger Teils der Panke, auf einem rund 6.200 m² großen Areal zwischen Bornemannstraße und Uferstraße, entstehen drei Mehrfamilienhäuser mit 180 Mietwohnungen sowie zwei Anwohnertiefgaragen mit insgesamt 65 Stellplätzen. Die Wohnfläche der 1,5-Zimmer- bis 4,5-Zimmer-Wohnungen liegt zwischen 36 m² und 118 m². 57 Wohnungen werden gefördert und für durchschnittlich 6,50 €/m² ab Frühjahr 2017 vermietet.

RICHTFEST

Das Richtfest ist das wichtigste Fest beim Hausbau. Es wird gefeiert, sobald der Dachstuhl des Hauses steht, um sich bei den Bauarbeiten und Helfern für ihren Einsatz am Bau zu bedanken. Zum Richtfest gehört ein Richtkranz, der unter Festreden der Bauherren und dem Richtspruch des Zimmermanns im besten Fall am Dachstuhl befestigt wird. Anschließend stoßen die Redner auf den gelingenden Bau sowie das Glück der zukünftigen Bewohner an und zerschlagen die Gläser. Wichtigstes Ritual beim Richtfest ist der Nagelschlag des Bauherren. Er schlägt den letzten Nagel in den Dachstuhl; gerne gerade, da sonst der weitere Verlauf der Bauarbeiten unter einem schlechten Stern steht. Das können auch nicht das Glück bzw. die Scherben der zerschlagenen Gläser ausgleichen.

Richtfest Thulestraße

Das verantwortungsvolle Einschlagen der letzten Nägel in den Dachstuhl übernahm Ende Oktober beim Richtfest in der Thulestraße Lars Holborn als Vertreter der GESOBAU gemeinsam mit Mitarbeitern vom Architekturbüro SHSP und der CESA Unternehmensgruppe, die am Bau der 107 Wohnungen im Pankower Zentrum beteiligt sind. Die drei Vertreter schlugen mit Augenmaß die Nägel in den Balken. In der Thulestraße 31-33 entstehen 2- bis 4-Zimmer-Wohnungen mit einer Wohnfläche von insgesamt rund 7.400 m² sowie 26 Tiefgaragenplätze. Die neuen Wohnungen werden ab 2016 zu moderaten Nettokaltmieten ab 6,95 €/m² vermietet. Entsprechend der GESOBAU-Wachstumsstrategie werden 35 – ein Drittel – der geplanten Wohnungen zwischen 50 m² und 76 m² zu Mietpreisen unterhalb der marktüblichen Mietniveaus angeboten.

Fotos: Christian Kruppa, Thomas Rafalzyk, Arbeitsgemeinschaft BOR GbR, SHSP Architekten