Gesobau

Fit fürs Handy

Seit wenigen Monaten bietet die GESOBAU ihren Mieter*innen mehr Service auf dem Mobiltelefon. Die App „GESOBAU Berlin“ zeigt den Zählerstand an oder nimmt Schadensmeldungen auf. Herr Repenning weiß, wieʼs geht

Weniger als die Hälfte der über 70-Jährigen fühlt sich im Umgang mit dem Internet sicher. Er schon. Uwe Repenning begrüßt mit festem Händedruck und einem breiten Lächeln. Der 78-Jährige lebt seit 51 Jahren im Märkischen Viertel. An diesem Morgen ist er in die VIERTEL BOX der GESOBAU gekommen, ein beliebter Treffpunkt im Kiez. Er ist hier als Fachmann und Ehrenamtlicher, der sein Wissen gerne teilt, vor allem mit älteren Menschen.

Herr Repenning, Sie beraten andere Senior*innen im Umgang mit der neuen App „GESOBAU Berlin“. Wie kam es dazu?
Ich gehe alle zwei Wochen in den Senior*innen-Treff der GESOBAU. Bei einem der letzten Treffen sprachen wir über die App, und ich fragte: Hat die schon jemand?

Und?
Die anderen murmelten nur vor sich hin. Da wusste ich schon, was los ist. Nein, noch keiner hatte die App. Das war der Moment, in dem ich beschloss, meine Hilfe anzubieten. Ich sagte dann: Wenn ihr wollt, dann erkläre ich das mal.

Was kamen bisher für Fragen?
Es geht vor allem um Grundlagen. Was ist eine App, wo bekomme ich die, und warum brauche ich die?

Was antworten Sie dann?
Ich erkläre, was die App „GESOBAU Berlin“ kann. Also zum Beispiel, dass man in Zukunft nicht mehr die Hotline anrufen muss, das spart Zeit. Schäden in der Wohnung kann man direkt angeben, und auch den Zählerstand von Wasser und Heizung kann man sich anschauen – zumindest bei denen das schon freigeschaltet ist. Das ist schon dufte. Ein großer Vorteil ist auch, dass in den meisten Haushalten der Zählerstand per Funk abgelesen wird und in der App erscheint. Es müssen dafür also keine fremden Personen mehr in die Wohnung kommen.

Trotzdem scheuen sich viele Senior*innen noch, Apps zu benutzen. Woran liegt das?
Für viele Menschen in meinem Alter ist Technik sehr aufregend. Die sind ja schon froh, wenn sie telefonieren können. Viele lassen ihre Handys von den Neffen oder den Kindern einrichten. Da ist das Installieren einer App schon eine Herausforderung. Deswegen will ich ja helfen.

Nehmen wir an, Sie müssten mir die App erklären: Wo bekomme ich die denn her?
Zuerst mal braucht man Internet. Ich habe zum Beispiel so ein Paket, 5 Gigabyte für 7,99 Euro. Da kann ich mit meinem Telefon online gehen. Wer ein iPhone hat, ruft den Apple Store auf, dafür muss man auf das hellblaue Symbol mit dem „A“ klicken. Bei allen anderen Handys findet man Apps im Google Playstore, das ist so ein Dreieck auf dem Telefon. Da geben Sie dann GESOBAU ins Suchfeld ein, laden die App runter und melden sich mit der Mietvertragsnummer an, und die muss immer folgendes Format haben 10/12345-6789-00, also mit der Eins und der Null davor.

Muss man für die App bezahlen?
Nein, die ist kostenlos.

Gut, jetzt habe ich die App „GESOBAU Berlin“ auf meinem Telefon. Was ist der nächste Schritt?
Es kommt darauf an, was Sie wollen. Drückt man auf das Feld „Mietvertrag“, können Sie sehen, wie sich Ihre Miete aufteilt. Also, wie viel Grundmiete wird gezahlt und wie viel Warmmiete. Das ist da sehr einfach und klar aufgeschlüsselt.

Und wenn mein Herd kaputt ist, was mache ich dann?
Dafür gibt es das Feld „Mein Anliegen“. Da kann man dann wählen zwischen Bad, Küche oder Gäste-WC. Wenn es um den Herd geht, dann geht man auf „Küche“ und gibt den Schaden an. Das geht direkt an die zuständigen Kundenbetreuer*innen. Die melden sich dann oder beauftragen direkt eine Firma. Das ist schon sehr praktisch.

Haben Sie selber schon einen Schaden gemeldet?
Bisher musste ich das noch nicht.

Wenn andere Senior*innen jetzt Ihre Hilfe möchten: Wohin können die sich wenden?
Der Senior*innen-Treff der GESOBAU findet alle zwei Wochen im Senftenberger Ring 12 im Märkischen Viertel statt. Da kann man mich nach Bedarf gerne ansprechen.

Infos zur App

Häufige Fragen beantwortet die GESOBAU auch auf der Website. Schauen Sie einfach rein unter www.gesobau.de/mieterservice/mieter-app-gesobau-berlin


Interview: Gesa Steeger