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Frische Farbe für das Märkische Viertel

Tristesse ade: Die Rentnerinnen aus dem Ribbeck-Haus und Anwohner sorgen mit Graffiti-Aktionen für ein buntes Viertel.

Der Geruch von Farbe liegt in der Luft, das typische Geräusch von Spraydosen ist zu hören – pffft, pffft, pffft – immer wieder. Aber im Märkischen Viertel sind keine Schmierfinken am Werk, sondern die »Rentnerinnen-Gang aus dem Ribbeck-Haus« und Bewohner eines Wohnblocks. Im Auftrag der GESOBAU verschönern sie neben Postdepots auch Verteiler- und Stromkästen. Wo sonst nur graue Kästen stehen, leuchten jetzt farbenfrohe Motive.

 

Bunter Vogel: Statt tristem Einheitsgrau strahlt der Verteilerkasten nun in bunten Farben.

 

Sechs Depots wurden im ersten Halbjahr 2018 gestaltet. Und nicht nur die. Gemeinsam mit den Bewohnern wurde auf Initiative der dortigen Mieterbeirätin eine Begrenzungsmauer am Wilhelmsruher Damm mit einem farbigen Schriftzug verschönert. »Märkisches Viertel« prangt nun in Rot, Orange und Gelb auf der zuvor grauen Mauer. Die Rentnerinnen aus dem Ribbeck-Haus hatten dazu den Anstoß gegeben und gemeinsam mit der GESOBAU die anderen Mieter mit ins Boot geholt. So entstand mit Kindern, Erwachsenen und Senioren ein schönes Gemeinschaftsprojekt. Seit 2017 sind die Ribbeck-Damen in ihrer farbenfrohen Mission unterwegs. Gemeinsam mit der Künstlerin Chi Maulbetsch gestalten sie in der kalten Jahreszeit Schablonen und überlegen sich die Motive. Im Frühling und Sommer wird dann der Kiez mit Graffitikunst gestaltet. 

 

Das ganze Viertel macht mit: Kinder und Erwachsene haben gemeinsam eine Begrenzungsmauer mit einem Schriftzug und Regenbogen versehen.

 

2017 verschönerten sie rund 20 Stromkästen von Stromnetz Berlin. In diesem Jahr waren die Postdepots dran. Und auch für 2019 stehen die Farbdosen schon bereit. Dann soll die Aktion weitergehen. Mit neuen, bunten und kreativen Motiven für das Märkische Viertel.

 

 

 

 


Text: Tatjana Kulpa

Fotos: GESOBAU

Von peter.polzer,
27.06.2018