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Die Kunst dem Volke

Schon vor 125 Jahren hat der Verein Freie Volksbühne Berlin allen Schichten der Bevölkerung den Zugang zu kulturellen Angeboten ermöglicht. Am Ursprungsgedanken hält sie bis heute fest – und macht GESOBAU-Mietern zum Jubiläum eine Überraschung.

Freie Volksbühne Berlin? Ist das nicht die am Rosa-Luxemburg-Platz? Diese Assoziation hört man häufiger – nicht ganz zu unrecht, denn die Volksbühne in Mitte war 1914 das erste eigene Theater der Besucherorganisation Freie Volksbühne Berlin. Als Pendant zur Spielstätte im Osten wurde kurz nach dem Mauerbau das Haus der Berliner Festspiele im Herzen Westberlins eröffnet. Dieses Jahr wird die Freie Volksbühne Berlin (FVB) 125 Jahre alt – und spendiert GESOBAU-Mietern zum Jubiläum eine kostenlose Jahresmitgliedschaft.

»Die Kunst dem Volke« forderte 1890 der Journalist und Schriftsteller Bruno Wille. Er gründete die FVB, um auch »dem einfachen Arbeiter aus dem Volke« das Theater nahezubringen. Kunst und Kultur sollte nicht mehr nur den Reichen vorbehalten sein. Es folgten 125 turbulente Jahre, die den ersten kulturellen Massenverein aufgrund der poli-tischen Geschehnisse fast in die Knie zwangen. Hinzu kam die vo-rübergehende Einstellung der öffentlichen Förderung. Die FVB stand kurz vor dem Aus, ehe sie sich Anfang der 2000er Jahre inhaltlich neu aufstellte. Doch der richtige Mitgliederanstieg kam erst mit der heutigen Geschäftsführerin Alice Ströver. »Für wen sind wir eigentlich?«, fragte sie sich, als sie das Amt aufnahm, und knüpfte wieder an den Ursprungsgedanken von Bruno Wille an. »Wir müssen uns  wieder mehr um die Menschen mit kleinem Geldbeutel kümmern«, sagt Ströver. »Leute, die nicht ohne Weiteres ins Theater oder in die Oper kommen.«

Seit drei Jahren hat die ehemalige Vorsitzende des Kulturausschusses im Abgeordnetenhaus das Zepter der FVB in der Hand. »Ich überlegte, an welche Unternehmen ich herantreten kann, um einen guten Querschnitt der Bevölkerung zu erreichen«, erklärt die quirlige Geschäftsführerin. Mit der GESOBAU hat sie einen Kooperationspartner gefunden, der genau diese Zielgruppe widerspiegelt. Das Angebot der FVB ist großzügig: Alle Mieter erhalten eine kostenfreie Jahresmitgliedschaft, durch die es bis zu 40 Prozent vergünstigte Karten auf das gesamte Veranstaltungs-angebot gibt. Noch mehr: »Wir bieten nicht nur Karten. Mein Team ist persönlicher Ansprechpartner für alle Fragen rund um unser Angebot«, sagt Alice Ströver. So können sich Mitglieder zum Beispiel auch noch am selben Tag für eine Veranstaltung entscheiden, die FVB hinterlegt die Karten an der Abendkasse. Zudem gibt es Sonderrabatte, eine Wandergruppe und die Veranstaltungsreihe »Montagskultur«, im Rahmen dessen die FVB Diskussionsrunden, kammermusikalische Konzerte und Lesungen in ihrer Geschäftsstelle anbietet. Mit der Kulturkarte erhalten Mitglieder außerdem in allen Kinos der Yorckgruppe und Institutionen der Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten ermäßigten Eintritt.

Das Angebot des Vereins führt quer durch die Berliner Kulturlandschaft: Kinder- und Sprechtheater, Opern, Musicals, Comedy, Klassik- und Pop-Konzerte bis hin zu Sportveranstaltungen. Wer als GESOBAU-Mieter kostenlos Mitglied werden will, der meldet sich einfach bei der FVB an (siehe Kas-ten). Das Abo endet automatisch nach einem Jahr, ohne dass es einer Kündigung bedarf. Beim Sommerfest am 13. Juni gibt es die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen der FVB zu werfen. Die Besucher erwartet ein kulturelles Bühnenprogramm im Beisein vom Regierenden Bürgermeister Michael Müller.

Foto: GESOBAU
Von Gesobau,
07.05.2015

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Alle Mieterinnen und Mieter der GESOBAU erhalten eine kostenlose Jahresmitgliedschaft für das Angebot der Freien Volksbühne Berlin. Schreiben Sie einfach bis zum 31.03.2016 unter dem Stichwort »GESOBAU« eine E-Mail an service@lustaufkultur.de