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Der Bär ist wohlauf

Leuchtende Kinderaugen und ein Platz im Warmen: Die GESOBAU verzichtet seit Jahren auf teure Weihnachtsdeko im Märkischen Viertel und der Weddinger Schillerhöhe. Sie spendet das gesparte Geld lieber für wohltätige Zwecke. Davon profitiert auch die Johanniter Kältehilfe. Und ein Krankenwagen für Teddybären. 

Ein kranker Teddy muss zum Arzt. Das ist ja wohl klar, oder? Natürlich. Zumindest für die Berliner Johanniter. Und dann fahren echte Sanitäter das kranke Kuscheltier in einem richtigen Rettungswagen in die Charité. Seit 2001 betreiben hier Studierende der Medizin das Teddybärkrankenhaus. Sie erklären Kindern im Kita-Alter medizinische Themen und versorgen die mitgebrachten Patienten liebevoll. Ihre Idee: den Kindern die Angst vor dem Arztbesuch zu nehmen.  

»Bis zu 1.500 Kinder kommen an den Aktionstagen. Für die ist das natürlich ein tolles Erlebnis. Schon allein wenn Sie den Einsatzwagen sehen, leuchten die Augen«, freut sich Jasmin Vogel, Pressereferentin der Johanniter in Berlin. Sie zögerte keinen Augenblick, als sie angefragt wurde, das pädagogische Angebot der Charité zu unterstützen. Und so wurde aus einem Rettungswagen eben die Teddyambulanz.

Jede Krankheit wird behandelt

Die Kinder dürfen natürlich nicht nur gucken. »Jedes Kind kann sein Kuscheltier oder seine Puppe behandeln lassen. So lernen die Kinder spielerisch, wie der Ablauf in einem Rettungswagen und dann im Krankenhaus aussieht. Nach einem Anamnesegespräch wird das Kuscheltier entsprechend behandelt«, erzählt Jasmin Vogel mit einem Lächeln auf den Lippen. Die Freude der Kinder ist ansteckend.

Die häufigsten Erkrankungen? »Oft sind es Knochenbrüche, aber auch Krankheiten, die Kinder aus ihrem Umfeld kennen«, so Vogel. »Darauf gehen wir natürlich individuell ein und schaffen trotz der großen Anzahl an Kindern für jedes einzelne ein ganz persönliches Erlebnis.« In diesem Jahr findet das Teddybärkrankenhaus vom 6. bis 8. Mai und vom 3. bis 5. Juni statt. Kitas können sich im Vorfeld dazu anmelden.

Kälteambulanz für Obdachlose

Das rollende Behandlungszimmer der Berliner Johanniter ist sonst natürlich als Erste-Hilfe-Wagen im Einsatz, dient als Infomobil bei Veranstaltungen – und wird im Winter zur Kälteambulanz. Dann ist die Unterstützung von Obdachlosen ein zentrales Anliegen des Teams. Schließlich leben in unserer Stadt schätzungsweise 6.000 bis 8.000 Menschen auf der Straße. Eine heiße Tasse Tee, ein warmes Essen, ein Ort zum Verweilen oder die medizinische Versorgung: Was die meisten Menschen immer und überall zur Verfügung haben, ist für Obdachlose purer Luxus. Ganz zu schweigen von den lebensgefährlichen Situationen in frostigen Nächten.

Die Johanniter-Kälteambulanz versucht seit sieben Jahren, mit dem Notwendigsten zu unterstützen. »Hier können sich Menschen, die keine Arztpraxis mehr aufsuchen wollen oder können, medizinisch behandeln lassen«, erklärt Andreas Braun, Johanniter-Vertriebsbetreuer. »Wir bieten quasi ein fahrendes Behandlungszimmer, ausgestattet mit allen wichtigen medizinischen Geräten und Medikamenten an«, ergänzt Jasmin Vogel.

Von November bis Ende März steht die Johanniter-Kälteambulanz jeden Mittwochabend vor dem Café Krause in Kreuzberg, einem weiteren Hilfsangebot der Johanniter-Kältehilfe, hier in Zusammenarbeit mit der St.-Thomas-Kirche. »Wir versorgen die Menschen mit einer warmen Mahlzeit und der Möglichkeit, sich mit anderen auszutauschen und sich aufzuwärmen«, so Andreas Braun. Er selbst ist der Mann hinter dem Café Krause. »Natürlich mit vielen anderen Helfern, aber ich sorge dafür, dass immer rechtzeitig eingekauft wird«, erklärt er mit einem Lächeln. 

Für dieses Engagement stehen in diesem Jahr 5.000 Euro mehr zur Verfügung – dank einer Spende der GESOBAU. Seit 2015 verzichtet die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft auf die Weihnachtsbeleuchtung im Märkischen Viertel und in der Schillerhöhe und spendet das Geld lieber für den guten Zweck. Neben den Johannitern wurde in diesem Jahr zudem die Berliner Tafel mit 5.000 Euro und der Secondhandladen des AWO Kreisverbands Berlin-Mitte mit 2.500 Euro bedacht. 

GESOBAU-Spende hilft bei langfristiger Planung

Die GESOBAU ist für die Johanniter-Unfall-Hilfe ein wichtiger Partner. »Wir freuen uns sehr über die Spende, denn damit sind wir für die kommende Saison für die Kältehilfe gut aufgestellt«, sagt Andreas Braun. Mit der Spende können längerfristige Investitionen geplant werden. So sei zum Beispiel die kostenlose Ausgabe der Grippeschutzimpfung für dieses Jahr gesichert. »Mit zusätzlichen Spenden können wir auch öfter frisch kochen. Oft setzten wir aus Kostengründen auf Dosengerichte, Nudeln und Ähnliches, die wir dann noch etwas verfeinern«, erklärt Andreas Braun. 

Etwa 70 Portionen geben die ehrenamtlichen Mitarbeiter pro Tag aus. »Wir haben viele Stammgäste, die über einen längeren Zeitraum zu uns kommen. Neue Gesichter sieht man meist zu Beginn der Kältesaison«, erzählt Jasmin Vogel, die ebenso wie Andreas Braun mehrmals die Woche selbst im Café Krause vor Ort ist. »Natürlich kennt man die Menschen, die regelmäßig herkommen. Manch einer wächst uns dabei ans Herz«, berichtet Braun. »Wir wünschen natürlich jedem den Weg zurück in ein geregeltes Leben«, betont Jasmin Vogel. Wer diesen Schritt nicht schafft, der findet bei der Johanniter-Kältehilfe aber immer ein offenes Ohr und eine Anlaufstelle. 

1.100 Stunden, GESOBAU,. Ehrenamt, Berlin
Das GESOBAU-Team packt an: 2018 enagierten sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei vielen sozialen projekten – wie hier bei der Verschönerung der »Fabrik« in der Osloer Straße. 2019 geht das Engagement weiter


Mitarbeiterinnen 
und Mitarbeiter spenden auch 2019 Tatkraft

1.100 Stunden sozial engagiert: Das Unternehmensziel vom vergangenen Jahr hat sich das GESOBAU-Team auch für 2019 vorgenommen. 2018 hatten rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sogar insgesamt 1.620 Stunden ehrenamtlich bei sozialen Herzensprojekten mitgearbeitet. Jede geleistete Stunde honorierte das Unternehmen mit 25 Euro – zugunsten der GESOBAU-Stiftung. Schon jetzt stehen dieser dadurch bereits 40.500 Euro mehr zur Verfügung, um damit gemeinnützige Initiativen oder Mieter in Not zu unterstützen. 

 


Text: Tatjana Kulpa
Fotos: Johanniter Unfallhilfe, Christoph Schieder

Von Redaktion,
27.03.2019

Die porträtieren Projekte

Kältehilfe der Berliner Johanniter:
www.johanniter.de/kaeltehilfe-berlin

Anmeldung zum Teddyklinikum:
berlin.teddyklinikum.de