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5 x lauschiges Berlin

Unsere Stadt ist eine der grünsten Metropolen Europas. Zu den rund 438.000 Straßenbäumen kommen unzählige Parks und Grünflächen, in diesem Jahr zudem die IGA (bis 15.10.). Wem dort der Trubel zu groß wird, kann sich beispielsweise in diese malerischen Oasen flüchten.

 


Weißensee
Jüdischer Friedhof

Über 40 Hektar erstreckt sich einer der größten und schönsten jüdischen Friedhöfe Europas. Da nach jüdischer Tradition Grabstätten im Gegensatz zum christlichen Brauch nicht neu belegt, sondern ewig erhalten bleiben und kaum gepflegt werden, hat sich die Natur mit der Zeit ihren Platz erobert. In den prächtigen alten Alleen und verwunschenen Ecken vergisst man schnell, dass man mitten in Berlin ist.

Herbert-Baum-Straße 45, Weißensee
www.jewish-cemetery-weissensee.org
Sommeröffnungszeiten bis 30.9.: Mo.–Do. 7:30–17 Uhr, Fr. 7:30–14:30 Uhr, So. 8–17 Uhr



Blankenfelde
Botanischer Volkspark

Ein erstaunlich unbekanntes Gartenkunstjuwel: Auf dem Gelände des einst größten Berliner Schulgartens bietet der Botanische Volkspark auf einer Fläche von 34 Hektar denkmalgeschützte Bau- und Gartenkunst aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts. Diese ist umgeben von naturbelassenen Wäldern und Wiesen, die sich nach der Stadtgrenze in die offene Landschaft des Naturparks Barnim öffnen.

Blankenfelder Chaussee 5, Blankenfelde,
tägl. von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, Schaugewächshäuser Di.–Do. 10–14 Uhr, Fr.–So. 11–17 Uhr, Eintritt: 1 Euro
www.gruen-berlin.de/botanischer-volkspark



Wannsee
Künstlergarten Liebermann

Der Berliner Maler Max Liebermann bezog 1910 seine stattliche Villa am Wannsee (heute Kunstmuseum). Drumherum ließ er einen der schönsten Gärten Berlins anlegen, der durch Haus und Wege in Blumen-, Gemüse- und Heckengärten sowie Rasenflächen geteilt wird. Die Blütenpracht im Sommer wurde zur Inspiration für viele der weltberühmten Bilder des Impressionisten. Seit 2014 ist der Garten wieder im Originalzustand zu erleben.

Colomierstr. 3, Zehlendorf, Tel. 030/80 58 59 00, Mi.–Mo. 10–18 Uhr, Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 4 Euro
www.liebermann-villa.de



Wedding
Himmelbeet

Das bekannteste Projekt für »Urban Gardening« im Berliner Norden: Hier züchten rund 300 Weddinger verschiedener Nationalitäten und Religionen gemeinsam Obst und Gemüse und genießen die Auszeit neben der hektischen Müllerstraße. Zwischen Bohnen, Erdbeeren und summenden Bienen ticken die Uhren einfach langsamer. Das spürt man auch im (müllarmen) Gartencafé, in dem vegetarische Köstlichkeiten, regionale Biere und Kräutertees, direkt gepflückt im Beet nebenan, angeboten werden.

Ruheplatzstraße 12, Wedding
www.himmelbeet.de
Himmelbeet-Café, Di.–Fr. 14–20 Uhr, Sa./So. 12–20 Uhr



Charlottenburg
Brixplatz

Auf gerade mal 2 Hektar gestaltet der berühmte Landschaftsarchitekt und Stadtgartendirektor Erwin Barth Anfang der 20er-Jahre des letzten Jahrhunderts eine vielschichtige Oase: Rund um eine 14 Meter tiefe Kiesgrube schuf er eine fantasievolle märkische Landschaft, optisch dominiert von künstlichen Kalksteinfelsen – anfangs sogar inklusive Wasserfall. Für heimische Pflanzen – und auch Tierarten – gibt es drei Teiche mit Sumpfpartien und einen öffentlichen botanischen Lehrgarten.

Brixplatz, zwischen Westendallee und Reichsstraße, Charlottenburg
www.parkinitiative-brixplatz.de

Von peter.polzer,
26.09.2017