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Kollektive Kreativität

Kreativ-Workshop: Die Mitglieder des Mieterrates und Mieterbeirates der GESOBAU trafen sich zur gemeinsamen Zukunftsgestaltung. Wie soll künftig zusammengearbeitet werden? Wie werden Probleme am besten gelöst? Wie können sich die beiden Gremien sinnvoll ergänzen?

Die bunt bemalten „Tischdecken“ zeugen von lebendigen Gesprächen und angeregten Diskussionen in den vergangenen drei Stunden. Punkte, Wolken und Pfeile markieren Gedankengänge, die auf den ersten Blick wie ein Chaos wirken, in Wirklichkeit aber erstmals für Ordnung sorgen. Ordnung in einem Thema, das seit der Wahl von Mieterräten in den städtischen Wohnungsbaugesellschaften sowohl für die Mieter als auch für die GESOBAU eine ganz neue Form der Partizipation bedeutet. Die kleine Kreativwerkstatt bildete den Auftakt zur Ausgestaltung einer Zusammenarbeit – und gab den 25 Teilnehmern die Gelegenheit, sich bezirksübergreifend persönlich kennenzulernen und zu vernetzen.

Eigener Gestaltungsraum
Bei einem kurzen Warm-up im Vorfeld der Kreativphase machte ein imaginärer Zeitstrahl deutlich: Die Mehrzahl der Mitglieder aus Mieterbeirat und Mieterrat wohnt schon seit über 20 Jahren bei der GESOBAU, einige noch länger, manche sogar ihr ganzes Leben. So viele Gemeinsamkeiten GESOBAU-Mieter haben, so unterschiedlich sind ihre Bedürfnisse und die Strukturen in den einzelnen Wohngebieten. Dort, wo es schon Mieterbeiräte gibt, können durch die Funktion als Bindeglied zwischen Mietern und der GESOBAU nicht nur Probleme schneller gelöst werden.

Einige Mieterbeiräte haben durch ihr ehrenamtliches Engagement Projekte für das Wohngebiet initiiert, die das nachbarschaftliche Miteinander fördern und aus vielen einzelnen Bewohnern eine Gemeinschaft machen. Doch nicht überall greifen die Rädchen so gut ineinander. Mit dem Mieterrat kommt zudem ein neues Gremium hinzu, das auch mitmischen soll – ähnlich, aber anders. Wie das im Alltag genau aussehen kann, damit sich niemand auf die Füße tritt? Hierfür Lösungen zu finden, überließ die GESOBAU am heutigen Tag den Gremien selbst.


»Die Mehrzahl der Mitglieder aus Mieterbeirat und Mieterrat wohnt schon seit über 20 Jahren bei der GESOBAU, einige noch länger, manche sogar ihr ganzes Leben.«



Bearbeitung von Szenarien
Anhand zuvor konstruierter Szenarien erarbeiteten die Mieterbeiräte und Mieterräte an drei Thementischen mögliche Lösungen. Während es in einem Szenario um die Aufgabenabgrenzung von Mieterrat und Mieterbeirat ging, wurden die Teilnehmer in einem anderen Szenario mit den Inhalten eines möglichen Mieterbriefs konfrontiert. Das dritte Szenario drehte sich um die Integration von jüngeren und älteren Bewohnern eines Hauses. Die Teilnehmer definierten einheitliche Prozesse, grenzten Zuständigkeiten ab und legten Kommunikationswege fest.

Jeder konnte die Erfahrungen aus seinem Wohngebiet einbringen und auch Erwartungen und Bedürfnisse verdeutlichen. Die Ideen wurden in kreativen Mindmaps auf den Thementischen visuell festgehalten und dienen nun als Grundlage für weitere Treffen. Denn trotz gelegentlicher Meinungsverschiedenheiten waren sich in einem Punkt alle einig: Die praktische Auseinandersetzung mit dem Thema hat Spaß gemacht und muss unbedingt wiederholt werden.


Die Stimmen der GESOBAU-Mieterinnen und -Mieter

Mieterbeiräte:
In vielen GESOBAU-Kiezen gibt es gewählte Nachbarinnen und Nachbarn, die sich als a für ihre Nachbarschaft einsetzen. Sie sind Ansprechpartner vor Ort, vermitteln bei Problemen oder bündeln Verbesserungsvorschläge gegenüber ihren Kunden-betreuern. Kurzum: Sie sorgen für den kurzen Draht zwischen Hausgemeinschaft und GESOBAU.

Mieterrat:
Aus sieben GESOBAU-Wahlbezirken
wurde im letzten Jahr je ein Vertreter in das neue unabhängige Gremium gewählt. Es beschäftigt sich mit der allgemeinen Unternehmensplanung und der sozialen Quartiersentwicklung der GESOBAU und diskutiert diese im Aufsichtsrat der GESOBAU.


Text: Susanne Stöcker
Fotos: Juliane Eirich

Von peter.polzer,
26.09.2017