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Hallo Frühling, tschüss Chaos!

Frühjahrsputz für die Seele: Fünf Tipps, wie Sie Ihre Wohnung jetzt besser organisieren.

Werfen Sie weg!

Rund 10.000 Gegenstände besitzen wir im Durchschnitt, rund 5 Prozent davon brauchen wir regelmäßig. Da kann also einiges weg. Seien Sie beim Ausmisten ehrlich mit sich selbst: Welche Dinge benutzen Sie wirklich, was ist nur Staubfänger oder aus längst vergangenen (Mode-)Zeiten?

Ordnungsexperten empfehlen das „One in, one out”-Prinzip. Ganz einfach: Für jede Sache, die neu hinzukommt, muss eine alte raus. Eine neue Bluse? Eine alte in die Kleiderspende. Ein neues Buch? Trennen Sie sich von einem ausgelesenen. Und wenn das zu schwer fällt: Werfen Sie auf Probe weg: Vermeidlich unnötige Dinge kommen in eine Kiste (mit Datum) in den Keller. Nach einem Jahr wissen Sie, was zum Wegwerfen zu schade ist.

 

Sorgen Sie für Stauraum!

Für Ihren Hausrat mit System benötigen Sie praktischen Stauraum. Denn vollgestopfte Schubladen und überquellende Körbe machen das (ordentliche) Leben nicht einfacher. Dabei ist auch in der kleinsten Wohnung immer Platz für mehr sinnvolle Ablageflächen: Bettkästen im Schlafzimmer, Körbe auf den Küchenschränken, Regale über den Türrahmen, ein Waschbecken-Unterschrank. Manchmal passt sogar ein Kleiderschrank in den Flur, in dem das Schuh- und Jackenchaos ordentlich Platz findet.

 

Sortieren Sie!

Jede Sache hat ihren logischen Ort: Schreibwaren und Papierkram gehören ausschließlich zum Schreibtisch. Lebensmittel, Haushaltswaren, Putzmittel lagern ausschließlich im Küchenbereich. Töpfe gehören neben den Herd, Handtücher ins Bad. Im Kleiderschrank kommen die Lieblingsklamotten auf Augenhöhe, Bettwäsche und Saisonkleidung in die unteren Fächer. Überall herumfliegendes Kleinzeug wie Gummibänder, Teelichter oder Büromaterial vereinigen Sie jeweils in Schraubgläsern. Schuhputzzeug, Kosmetikvorräte, die Hausapotheke oder das Nähzeug sammelt sich in verschließbaren Kisten im Vorratsschrank.

 

Organisieren Sie!

Nachdem alles seinen Platz hat, muss dieser auf Dauer festgeschrieben werden. Hier hilft tatsächlich eine Beschriftung am nachhaltigsten. Besorgen Sie sich schöne Klebeetiketten und geben Sie den wichtigsten Regalfächern, Kisten, Schubladen und Schranktüren einen Namen. So fällt es in Zukunft schwerer, Unterwäsche ins „Socken”-Fach zu stopfen.

Das Gleiche gilt für den Arbeitsbereich: Ordner sollten nach Jahr oder nach Thema geführt werden, die Schreibtisch-Ablagen werden mit „Umschläge”, „Stifte” oder „Kleber” eindeutig zugeordnet. In Mehrpersonenhaushalten kann es sinnvoll sein, dass jeder an zentraler Stelle ein persönliches Fach für Post und herumliegende Habseligkeiten bekommt.

 

Verschönern Sie!

Natürlich ist ein Zuhause mit lauter beschrifteten Schuhkartons nicht gerade gemütlich. Deshalb können Sie nach und nach einen persönlichen Ordnungsstil etablieren. Die Kosmetik wird beispielsweise im Bad in kleinen Weidenkörben präsentiert, sortiert nach „Haar”, „Creme” oder „Seife”. Die Bettwäsche kommt in eine antike Truhe vom Flohmarkt, Lebensmittelvorräte in schöne Gläser mit niedlichen Etiketten. So wirkt ihr unverwechselbares System charmant und alles andere als spießig.

 

 

„Hallo Nachbar“-Tipp

Das Chaos scheint unbezwingbar? Hier gibt‘s professionelle Tipps.

Ordnung ist nicht für jeden das halbe Leben. Aber es gibt Experten, die Spaß daran haben, ein System in Ihre Unordnung zu bekommen.
Freiraum Ordnungshilfe e. V. Berlin, Tel.: 030/367 367 39, www.messiehelfer.de
Aufräum-Coach Rita Schilke, Tel.: 030/67 92 02 87, www.aufräumcoach-berlin.de


Text: Astrid Salloum

Von peter.polzer,
28.03.2018