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Home / Ausgabe 01.2016 / IHRE WOHNUNG

Für ein sicheres Dach über dem Kopf

GESOBAU-Mieter sind durch die vernetzte Präventionsarbeit mit den Bezirksämtern und sozialen Trägern vor Wohnungsverlust geschützt.

Das Leben hat bisweilen seinen eigenen Rhythmus – ungewollt und überraschend können finanzielle Schwierigkeiten zur Tagesordnung gehören, sodass sogar die monatliche Mietzahlung nicht möglich ist. Das hat drastische Folgen: In Deutschland kann einem säumigen Mieter bereits nach einem Zahlungsverzug von zwei Monaten fristlos gekündigt werden. Auf einem Wohnungsmarkt mit steigenden Mieten und knapper werdendem Wohnraum steigt auch das Risiko der Räumungsklage als gängiges Mittel zur Eintreibung von Mietschulden. Fristlose Wohnungskündigungen nehmen weiter zu, Berlin hat sich mittlerweile zur Hauptstadt der Räumungen entwickelt.

Mietrückstände sind laut einer Studie der Humboldt-Universität im Frühjahr 2015 der häufigste Grund für Räumungsklagen. Mietschulden finden sich in allen Gesellschaftsschichten wieder. Obwohl es eigentlich heute keinen bestimmten Typ Mietschuldner mehr gibt, gehört die Mehrzahl der Hilfesuchenden nach wie vor zu den finanzschwächeren Schichten der Bevölkerung. Was alle betroffenen Mieter eint, ist die temporäre oder auch anhaltende Insolvenz – einhergehend mit dem Dreiklang »Kündigung, Räumungsklage und Räumung«.

PRÄVENTIONSARBEIT SEIT 1999

Gemeinsam mit zwei starken Partnern, dem Bezirksamt Pankow und der GEBEWO – Soziale Dienste – Berlin gGmbH, leisten GESOBAU-Mitarbeiter in Pankow und Weißensee seit 1999 erfolgreiche Präventionsarbeit, um Wohnungsverlust zu verhindern. Die Kooperation leistet schnelle und nachhaltige Hilfe für Menschen in Wohnungsnot: So wurden 2014 durch die gemeinsam erschaffenen Organisationsstrukturen, die eine zügige Vermittlung, Bearbeitung und Durchführung der Hilfemaßnahmen erleichtern, in 1.033 Fällen Beratungen vorwiegend zu entstandenen Mietschulden durchgeführt. In 577 Fällen konnten die Mietschulden reguliert und die GESOBAU-Mieter vor dem Verlust ihrer Wohnung bewahrt werden. In den weiteren Fällen konnte andere Hilfe geleistet werden, die den Wohnungsverlust verhinderte.

AUFTAKT IM MÄRKISCHEN VIERTEL

Das Maßnahmenkonzept wird 2016 auch auf den größten Wohnungsbestand der GESOBAU, der Großsiedlung Märkisches Viertel, übertragen. Grundlegend bei der Prävention zu Wohnungsverlust ist die fachlich qualifizierte Analyse der akuten Situation des gekündigten Mieters durch die GEBEWO, die die Gesamtsituation der Hilfesuchenden betrachtet, entsprechend Wohnhilfe leistet und bei Bedarf weiterführende Maßnahmen vermittelt. Hierbei sichert die GESOBAU die Finanzierung der ambulanten Betreuung betroffener Mieter durch die GEBEWO, das Bezirksamt als Kooperationspartner gewährt unter Berücksichtigung der gesetzlichen Grundlagen der Sozialgesetzbücher weitergehende Hilfe, um Wohnungsverlust zu verhindern.

GEBEWO SOZIALE DIENSTE BERLIN gGMBH:

Die GEBEWO – Soziale Dienste – Berlin ist ein sozialer Träger der freien Wohlfahrtspflege und ist als gemeinnützig und mildtätig anerkannt. Die GEBEWO – Soziale Dienste – Berlin gGmbH wurde 1994 gegründet, um Menschen in besonderen Notlagen zu helfen. Die GEBEWO – Soziale Dienste – Berlin gGmbH unterhält gegenwärtig verschiedene Einrichtungen in den Bereichen »Wohnungsnotfallhilfe « – »Eingliederungshilfe« und »Hilfen für Frauen«. Die GEBEWO – Soziale Dienste – Berlin gGmbH ist Mitglied im Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (DWBO) e.V. Außerdem arbeitet die GEBEWO – Soziale Dienste – Berlin gGmbH als Mitglied in der Qualitätsgemeinschaft soziale Dienste e.V. (QSD), in der Landesarmutskonferenz Berlin (lak) sowie in der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG) mit. www.gebewo.de

Von Gesobau,
22.03.2016