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Die Chancen der Digitalisierung

Wie wird die Großsiedlung fit für die Zukunft?

Die Wissenschaft erforscht mit Unterstützung der GESOBAU das Märkische Viertel.

In seinen ersten 50 Jahren hat das Märkische Viertel wahrlich viel erlebt. Einst weitläufig und grün am Rand West-Berlins errichtet, hat es so manchem Zeitgeist getrotzt. Erst kürzlich wurde es durch nachhaltige Modernisierung fit gemacht für die nächsten 50 Jahre. Kein Wunder, dass sich auch die Wissenschaft für das besondere Viertel in Reinickendorf interessiert. Denn vor dieser Großsiedlung im Speziellen und vor Städten im Allgemeinen liegen große Herausforderungen. Allen voran durch die Digitalisierung unseres Alltags und unserer Umwelt, die im rasanten Tempo auch die urbane Infrastruktur verändert.

Der renommierte Stadtplaner Professor Jochen Rabe wird diesen Veränderungsprozess in den nächsten drei Jahren sehr genau beobachten. Das Märkische Viertel der GESOBAU aus den 1960er Jahren und das Quartier Wartenberg der HOWOGE in Hohenschönhausen sind dann sein Forschungsgebiet. Die beiden landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften stiften dazu seine Professur für »Urbane Resilienz und Digitalisierung« am Einstein Center Digital Future (ECDF). Am ECDF sollen in Zukunft 50 Professoren von allen Berliner Universitäten ihre Kompetenz im Bereich Digitalisierung bündeln. Eine der ersten aktiven Professuren ist nun die des TU-Professors Rabe, dessen Forschungs und Lehrtätigkeit GESOBAU und HOWOGE mit jährlich 70.000 Euro unterstützen.

Professor Rabes Fachgebiet der Resilienz, also der Wiedererneuerungskräfte, blickt dabei auf die Chancen und Risiken der Digitalisierung in diesen Großsiedlungen. Am Ende des theoretischen Forschungsprojektes sollen zwei praktische Pilotprojekte die konkreten Auswirkungen dieses Wandels ausloten. »Wir wollen praktische Handlungsstrategien aufzeigen«, so Professor Jürgen Rabe, »um Städte zukunftsfähiger zu gestalten«.

Diese Ergebnisse sind natürlich äußerst spannend für die GESOBAU, die jetzt schon intensiv an der Zukunftsfähigkeit ihres Bestandes arbeitet.

 

Mehr Informationen zum Einstein Center Digital Future:
www.digital-future.berlin

 

Von peter.polzer,
13.12.2017